Ablenkung vom Ich

Ablenkung vom Ich

Ablenkung vom Ich

Seit einige Wochen verfolge ich den 13 Wochen-Fokus von Claudia Kauscheder. Aufgrund der Neugestaltung meiner Homepage hat mir bis jetzt aber die Zeit dazu gefehlt.
Als ich mir heute die Artikel durchgelesen habe, hat mich aber die Inspiration buchstäblich überfallen.

Beim Begriff Ablenkung ist mir sofort die Ablenkung vom Ich eingefallen, der wir ausgesetzt sind.
Unsere Umwelt und Lebensumgebung ist so gestaltet, dass wir vielen Reizen ausgesetzt sind. Wir haben die besten Voraussetzungen, um uns von uns selbst abzulenken.
Ständig sind wir von mobile devices umgeben. Damit sind Ablenkungen vorprogrammiert. Wir erhalten Anrufe, SMS und E-mails, können auf What´s App und FB chatten, erhalten Statusmeldungen von FB, Twitter, Xing

Wir sind umgeben von Geräuschen aus

  • Radios,
  • MP3-Playern,
  • TV-Geräten und
  • natürlich des Straßenverkehrs.

Ablenkung vom IchDie Zeit kann mit Online-Spielen und Spielekonsolen aller Art totgeschlagen werden.

Menschen sitzen in Zügen und U-Bahnen und sind vertieft in Zeitungen und Zeitschriften, tippen nerwös in Geräte sonder Zahl, haben Stöpsel in den Ohren, um ständig mit allen verbunden zu sein; und sind doch gleichzeitig von der Umwelt, die sie im Moment umgibt distanziert.

Dabei laufen sie aber in Gefahr, die Verbindung zum wichtigsten Menschen in ihrem Leben zu verlieren! – Zu sich selbst.
Es mutet komisch an, wenn jemand ganz entspannt in einem öffentlichen Verkehrsmittel sitzt, aus dem Fenster schaut oder die Menschen um sich beobachtet. Ich meine damit nicht den starren Blick in den U-Bahn-Stollen; nur, um niemanden direkt ansehen zu müssen. Ich denke hier an den entspannten schweifenden Blick, der mit gedanklicher Aktivität verbunden ist, der auch mal in einen unfokussierten Blick ins Leere wechseln kann: Das berühmte Narrenkastel-schauen. In diesen Phasen ist der Geist sogar sehr kreativ, da eine Verbindung zum Unbewussten hergestellt wird.

Oft fällt es schwer, bei all den Geräuschen und Ablenkungen im Außen auf die eigene, innere Stimme zu achten, die inneren Bilder wahrzunehmen.Tür zum Ich_kl
Doch die Aus-einander-setzung mit der eigenen Persönlichkeit ist unerlässlich für die Ent-wicklung. Wir nehmen die verschiedenen Aspekte von uns selbst wahr, sortieren sie, legen und setzen sie aus-einander, um sie besser unterscheiden zu können. Dabei trennen wir auch eigene und erworbenen Eigenschaften. Wir wickeln den Faden unseres Lebens ab, untersuchen ihn, lösen Verwirrungen und Knoten, um ihn dann gemäß der eigenen Ordnung wieder aufzuwickeln. So kommen wir Stück für Stück in Kontakt mit uns selbst. Wir kommen uns selbst näher. Wenn wir Glück haben, tragen wir die Schichten ab, die sich im Laufe des Lebens um unseren Wesenskern gelegt haben und bringen unser eigenes Licht zum Strahlen. Wir entdecken unseren wahren Wert.

Und dann können wir auch echten Kontakt zu unseren Mitmenschen aufbauen!

Wo sind meine Ablenkungen?

Ich bin ein kommunikativer Mensch und als Einzelunternehmerin geht mir diese Kommunikation im Arbeitsalltag oft ab. Das versuche ich dann auf FB wettzumachen. Ich stelle aber fest, dass mir ein Telefonat oder ein Gespräch mit einem Menschen viel mehr bringt, als jeder virtuelle Kontakt (ich betone, das ist für mich so).

Im Arbeitsalltag lasse ich mich leicht von eingehenden E-mails ablenken, aber ich übe mich darin, die Zeiten zu blocken 🙂 und es wird besser.

Da ich weiß, dass ich leicht ablenkbar bin, taste ich mich an neue technische Geräte nur langsam heran. Bei meinem Handy habe ich immer noch nicht alle Möglichkeiten ausgereizt. Auf Spiele verzichte ich bewusst auf allen technischen Geräten.

Nehme ich mir Dinge vor, die mir schwer fallen und die mich in meiner Entwicklung voranbringen, dann beobachte ich, dass ich davor zu drücken versuche. Ich erledige alles andere zuerst. Jeder Routinekram ist mir lieber, als diese persönliche Herausforderung.

Da hilft nur eines: einen festen Tagesordnungpunkt setzen und konsequent abarbeiten. Manchmal hilft es, wenn ich mit mir selbst streng bin 🙂

Was tue ich um mit mir selbst in Kontakt zu treten?

Ich ziehe es vor, vor mich hinzusummen. Das kommt von innen, ist Selbstausdruck und macht gute Laune – und es beschert mir Ideen.

Ich meditiere täglich.

Ich gönne mir Pausen.

Arbeit im Garten zentriert mich.

Bewegung im Freien macht mich dankbar und glücklich.

 

Wie steht es bei euch?

Was tut ihr, um mit euch selbst in Kontakt zu kommen und was sind die größten Ablenkungen?

 

 

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!
4 Kommentare
  1. Birgit Geistbeck
    Birgit Geistbeck says:

    Liebe Ilse,

    toller Artikel. Ich finde auch, dass wir uns – und da nehme ich mich nicht aus – oft von unserem ICH ablenken lassen.

    Ich bin z.B. total anfällig für Computerspiele ;-). Beim Handy weniger, ich hab nicht mal ein Smartphone, sondern nur einen „Uraltknochen“ für den Notfall.

    Ich kann allerdings auch einfach „Narrenkastel schauen“ (ein wunderbarer Begriff). Und in Kontakt mit mir selbst komme ich z.B. immer auch, wenn ich mit unserem Hund unterwegs bin und ich meinen Gedanken nachhängen kann.

    Lieben Gruß
    Birgit

    Antworten
    • Ilse Maria Lechner
      Ilse Maria Lechner says:

      Liebe Birgit,
      ich hab keinen Hund, hab jetzt gereade aber trotzdem beim Wetterbingo gewonnen. Die Sonne hat so gelacht, also musste ich raus. – Und gut war es, denn schon ist es nicht mehr ganz so hell draußen. Es stimmt: beim Gehen kommen auch die Gedanken in Fluss. Aus diesem Grund mach ich mich jetzt gleich wieder an die Arbeit.
      Liebe Grüße,
      Ilse

      Antworten
    • Ilse Maria Lechner
      Ilse Maria Lechner says:

      Liebe Claudie,
      das ist doch Ehrensache. Ich hab auch schon einige Ideen für die nächsten Schlagwörter im Kopf 🙂

      … das mit der gegenseitigen Inspiration hat schon Tradition und wird auch weiterhin andauern
      Ilse

      Antworten

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