Hausarbeit mit Spielzeit verbinden

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Hausarbeit mit Spielzeit verbinden - Hausarbeit mit Kindern

Hausarbeit mit Spielzeit verbinden

Klingt das nicht nach dem Traum vieler Mütter und Kinder?

Heute gibt es einen besonderen Gastartikel. Ich habe Petra Straßmeir eingeladen, sich darüber Gedanken zu machen, wie Kinder mühelos in die Hausarbeit miteinbezogen werden können. Ich schätze Petras Arbeit sehr und finde vor allem ihre Fähigkeit die verschiedenen Situationen des Familienalltags aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten bemerkenswert.
Petra kann hier auf einen reichen Schatz an Erfahrungen zurückgreifen. Sie ist ausgebildete Erzieherin, hat lange als Nanny gearbeitet und ist selbst Mutter. Genau deshalb kann sie so gut beurteilen, dass es in der Rolle der Mutter oft gar nicht so einfach ist, alle guten Erziehungsratschläge zu befolgen, weil da ja noch die eigenen Gefühle mitspielen.

Genau deshalb war ich auf ihre Tipps gespannt. Herausgekommen sind unkonventionelle Lösungen Hausarbeit mit Spielzeit zu verbinden. Aber lies selbst und lass dich inspirieren.

Die etwas andere Art, mit deinen Kindern die Haushaltstätigkeiten zu erledigen

Kennst du noch den alten Schlager „Das bisschen Haushalt, macht sich von allein, sagt mein Mann“?

Ich weiß ja nicht wie es dir geht, aber seitdem ich Kinder habe, habe ich das Gefühl, Haushalt sei eine niemals endende Aufgabe geworden.

Es gibt bei zwei Kindern gefühlt 4x so viel Wäsche wie zu kinderlosen Zeiten. Die Spülmaschine scheint im Dauereinsatz zu sein und über die unheimliche Vermehrung der Krümel unter unserem Essenstisch schweige ich mal lieber!

Als ob das noch nicht genug wäre, dauert das Saubermachen bzw. Ordnung halten mit Kindern oft sehr lange, weil Kind 1 dies braucht und Kind 2 jenes.  Oder die Kinder möchten mithelfen (was ich befürworte), jedoch bis zu einem gewissen Alter einfach mehr Arbeit bzw. längere Arbeitsdauer bedeutet. Oder meine Kinder wollen ganz einfach nur mit mir spielen. Sie sehen keinen Sinn darin, dass ich jetzt schon wieder den Besen schwinge, wenn ich anstatt dessen doch mit ihnen spielen könnte!

Wie also soll ich Haushalt mit Kindern schaffen und dabei beiden gerecht werden?

Meine Lösung ist, dass ich immer mal wieder meine Haushaltstätigkeiten mit Spielzeit verbinde. Wie das gehen soll?

Das erfährst du in diesen 7 Beispielen:

  1. Wenn die Zimmer von herumliegenden Dingen befreit werden müssen, weil ich z.B kehren und saugen möchte, dann kann ich meine Kinder eher motivieren, mir zu helfen, wenn ich es mit Musik mache:Zur Musik wird aufgeräumt mit trippelnden, tanzenden oder drehenden…Bewegungen. Du hebst die Bücher vom Teppich auf und tanzt zum Regal, um sie dort mit schwingenden Hüften hineinzustellen.Noch schneller geht es, wenn ihr einen gemeinsamen Wettkampf gegen die Zeit macht. Schafft ihr es, ein Zimmer aufzuräumen, bevor das Lied zu Ende ist?
  2. Zusammen die Spülmaschine ausräumen macht mehr Spaß, wenn alle Beteiligten abwechselnd bestimmen dürfen, welches Tier oder Ding nachgeahmt werden soll.Ihr räumt eine Weile brüllend wie ein Löwe aus, dann schleichend wie eine Katze usw.
    Aber Achtung: Bei wilden Tieren nur wildes Geschrei machen, keine wilden Bewegungen, sodass das Geschirr ganz bleibt und die Kinderhände unversehrt.
  3. Stehen nach dem Kochen oder Backen mit deinen Kindern noch einige Dinge herum, aber deine Kinder haben keine Lust mehr, dir beim Wegräumen zu helfen?
    Dann versuch es einmal mit dem Spiel: „Ich sehe was, was du nicht siehst“„Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist weiß mit roter Schrift“ (das Päckchen Mehl)
    Während dein Kind rät, kannst du schon weiter aufräumen. Hat dein Kind den Gegenstand erraten, dann soll es ihn aufräumen, bevor das Spiel weitergehen kann.
  4. Beim gemeinsamen Wäsche aufhängen könntet ihr ein Lieder-Rate-Spiel machen. Einer summt ein Lied beim Wäsche aufhängen und die anderen versuchen es zu erraten.
  5. Kennst du das auch? Wenn dein junges Kind dir beim Kehren helfen will, entsteht oft ein viel größeres Chaos, weil die Krümel bis in die hintersten Ecken verteilt werden (anstatt sie zu einem Häufchen zusammenzukehren). Dieses Problem kannst du mit einem Geschicklichkeitsspiel lösen:Dein Kind darf mit dem Handbesen alle Krümel unterm Tisch hervorkehren und sie unter einer (von dir dort hingestellten) Schüssel kehren bzw. verstecken.Dieser Trick hilft deinem Kind, den Schmutz an einer Stelle zu sammeln, anstatt ihn zu verteilen. Zum Schluss schaut ihr euch gemeinsam an, wie viele Krümel unter der Schüssel versteckt wurden.
  6. Tischabräumen kann bei Kindern interessanter gemacht werden, indem es mit einem Tier-Rate-Spiel verbunden wird. Während ihr gemeinsam Tisch abräumt, beschreibst du ein Tier, ohne dabei seinen Namen zu verwenden (und je nach Alter deines Kindes gibst du offensichtliche Tipps oder schwierigere Hinweise). Dein Kind soll das Tier erraten. Dann ist dein Kind dran, ein Tier zu beschreiben.
  7. Beim Wäsche abhängen kann dein Kind alle Socken vom Wäscheständer nehmen und auf dem Zimmerboden verteilen. Wenn du die restliche Wäsche zusammengelegt hast, kann das Sockensuchspiel beginnen. Wer findet die meisten zusammen gehörende Socken?Alle Pärchen werden nebeneinander aufgereiht (dafür hat jeder ein Stück des Bodens reserviert).Danach kann dein Kind noch seine Geschicklichkeit üben, indem es die Socken zusammen macht. Bei geschickteren älteren Kindern kann das Zusammenmachen der Socken gleich in das Wettspiel integriert werden, sodass nur fertige Pärchen abgelegt werden dürfen.

 

Fazit:

Auch wenn sich „das bisschen Haushalt“ leider nicht von alleine macht (es sei denn du hast eine Haushaltshilfe), hast du jetzt zumindest die Möglichkeit, diese Aufgaben mit einer Spielzeit mit deinen Kindern zu verbinden. Also Haushalt und Qualitätszeit mit deinem Kind. Kinder spielen gerne mit ihren Eltern und sie ahmen gerne die Tätigkeiten nach, die ihre Eltern täglich ausführen.

Alle Spiele (außer 5 und 7) können natürlich auch bei anderen Haushaltstätigkeiten verwendet werden und somit weitere Aufgaben im Haushalt verschönern!

Jetzt interessiert es mich, ob du schon öfters versucht hast, dein Kind in deine Haushaltstätigkeiten zu integrieren und welche Erfahrungen du dabei gemacht hast. Hinterlasse mir doch einen kurzen Kommentar!

Hallo, ich heiße Petra und bin Erzieherin, Nanny, Autorin und zweifache Mutter. Ich helfe Eltern dabei, den Alltag mit Kind zu entspannen und zu erleichtern, sodass sie ihr Eltern-Sein und die Zeit mit ihrem Kind wieder richtig genießen können. Zu diesem Thema informiere ich auf KLEIN WIRD GROSS, gebe Kurse für Eltern und schreibe Bücher.

P.S.: Bleib gelassen!

 

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1 Antwort

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  1. […] Du denkst vielleicht, dass du keine Zeit für die Kinder hast, wenn du die Hausarbeit machst. (Petra hat in diesem Artikel das Gegenteil bewiesen.) […]

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