So erschließt du deine Kraftquellen

Wir alle haben manchmal Zeiten, wo es uns nicht so gut geht.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Stress am Arbeitsplatz, Beziehungskrampf, Sorgen um Kinder oder Eltern, gesundheitliche Probleme …

Eines haben alle diese Situationen gemeinsam. Sie bringen die Betroffenen aus der Balance und zehren an den Kräften.

In solchen Situationen ist es fein, wenn du die inneren Kraftquellen anzapfen kannst. So kannst du diese Krisen überstehen.

Dazu musst du deine Kraftquellen zuerst einmal kennen

Im Idealfall hast du deine Kraftquellen schon gefunden und weißt ganz genau, was dich motiviert und dir in Extremsituationen einen Schub vorwärts gibt.

Wenn nicht, dann bleibt es dir leider nicht erspart, dich mit dir selbst auseinander zu setzen. Leider gibt es keine allgemeingültige Landkarte auf dem Weg zu den Kraftquellen. Jede Person, muss diese Wege selbst finden.
Ich kann dir in diesem Artikel Inspirationen geben und Möglichkeiten aufzeigen.

8 Möglichkeiten, sich Kraftquellen zu erschließen

  1. Körperliche Kraftquellen

Schlaf

Sorge für ausreichend Schlaf. Das klingt banal und ist doch in Stresszeiten nicht einfach. Genau dann haben viele Menschen Einschlaf- und Durchschlafschwierigkeiten.
Schlechter Schlaf führt aber zu einer schlechten Erholung und bringt gleichzeitig den Kreislauf durcheinander.

Pausen

Pausen sind wichtig, damit du dich zwischendurch erholen kannst. In diesem Artikel habe ich mehr über Pausen geschrieben und hier findest du Ideen, wie du deine Pausen gestalten kannst.

Gesunde Ernährung

Achte auf deine Ernährung. Du weißt schon, die 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag! Iss wenig Zucker und möglichst langkettige Kohlehydrate. Zucker schenkt kurzfristig Energie, ist aber langfristig ein Energie- und Nährstoffräuber.

Das Auge isst mit

Essen soll auch Spaß machen. Trotz gesunder Ernährung soll der Genuss nicht zu kurz kommen. Auch das Auge isst mit. Oft ist eine gesunde Mahlzeit ansprechender, wenn sie liebevoll und bunt zubereitet ist. Manche Menschen lieben es, ihre Mahlzeiten durch essbare Blüten aufzuwerten. Probiere es einfach aus!

Wasserversorgung

Nicht nur unser Körper, auch unser Gehirn braucht Wasser, um wirklich störungsfrei zu funktionieren. Manche Menschen – so wie ich – vergessen leider in Stresszeiten auf das Wasser trinken. Mir hilft in diesem Fall ein App auf dem Handy, die mich erinnert, dass es Zeit für das nächste Glas Wasser ist. Eine andere Methode, die sich bewährt hat, ist es nach jedem Gang auf die Toilette ein Glas Wasser zu trinken. So wird der Tank gleich wieder aufgefüllt.

Die eigenen Grenzen anerkennen

Es ist manchmal wirklich nicht leicht zu akzeptieren, dass wir nicht Superman oder Superwoman sind. Gerade, wenn wir motiviert sind, die momentane Krise zu überwinden, heißt es vorsichtig sein, dass wir uns nicht dabei überlasten. Darum horch immer wieder einmal in dich hinein und stell dir die Fragen: „Wie geht es mir jetzt? Was brauche ich im Moment?“ – Und dann versuche auch, die Antworten zu nützen und umzusetzen.

  1. Sport und Bewegung

In Stresssituationen werden Stresshormone ausgeschüttet. Diese brauchen lange, um wieder vom Körper abgebaut zu werden. Milde Bewegung hilft dabei. Die Betonung liegt auf mild.
Also kein Wettbewerb; auch keiner gegen dich selbst.
Gut ist hingegen, wenn du dich so bewegst, dass du dich nebenbei noch ohne Atemprobleme unterhalten kannst. Diese Bewegung hilft dem Körper die Stresshormone abzubauen und auszuscheiden.

Outdoor

Wandern, laufen, klettern … es gibt unendliche Möglichkeiten sich draußen zu bewegen. Alles, wo du nicht Standortgebunden bist (wie Tennis oder Fußball auf dem Platz), bietet zusätzlich zur Frischluft noch eine Menge anderer Vorteile. Du kannst die Landschaft und die Natur wirklich genießen.

Dein Auge kann schweifen. Dieser Blick in die Weite entspannt das System. Unsere Augen müssen oft auf kurze Distanzen schauen. Dafür sind sie nicht gemacht. Wenn du abwechselnd den Blick in die Nähe und in die Ferne richtest, dann entspannt das die Augenmuskulatur.

Indoor

Aber auch innen gibt es keine Ausreden. Mittlerweile gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten sportlich aktiv zu werden, dass ich sie gar nicht aufzählen kann. (Da würde ein eigener Blogartikel draus :-) )

Du musst nicht einmal aus dem Haus gehen, wenn du keine Lust hast. Yoga, Training mit dem eigenen Körpergewicht, Pilates und Slingtrainer sind nur einige Methoden, die du auch gut in den eigenen vier Wänden praktizieren kannst. Bei diesen Methoden kommt neben der Übung für die Muskulatur auch noch ein großer Entspannungseffekt dazu.

  1. Musik

Musik ist für viele Menschen eine hervorragende Kraftquelle. Nichts beeinflusst die Stimmung so schnell, wie Musik. Sie kann dich aufmuntern, aufputschen und auch zur Ruhe bringen.

Singen

Singen hilft hervorragend gegen Angstzustände. Wenn du singst, kannst du keine Angst haben. Das ist auch der Grund, warum viele Menschen singen, wenn sie in den dunklen Keller müssen.

Auch die Marschlieder wurden erfunden um Ängste abzubauen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Aktiv Musik machen

Menschen die ein Instrument spielen können sich oft wunderbar entspannen, während sie üben oder improvisieren. Sie sind dann ganz im Hier und Jetzt bei der Tätigkeit, die sie gerade ausüben – bei ihrem Instrument. Genau das lässt sie zur Ruhe kommen und Kraft sammeln.

Deine Playlist

Mach dir eine Playlist von Liedern verschiedener Stilrichtungen. Du kannst sie gliedern in Lieder, die dich aufbauen und motivieren, Lieder bei denen du in Bewegung kommst und Lieder, die dir helfen abzuschalten.

  1. Beziehungen

Wenn du dich mit den richtigen Menschen umgibst, dann wirst du gestärkt. Du bekommst Hilfe, wenn du sie benötigst und erhältst Trost, wenn du ihn brauchst. Gleichzeitig sind Beziehungen eine Kraftquelle für sich selbst.

Partnerschaft

Eine gute Partnerschaft unterstützt dich dabei, dich selbst weiterzuentwickeln. Dein Partner ist der Mensch, dem du deine Ängste und Sorgen anvertrauen kannst. Der Mensch, der dich so nimmt, wie du bist. Du musst dich nicht verstellen und brauchst keine Masken aufzusetzen. Er fordert und fördert dich. Er freut sich aber auch, wenn er mit dir Lachen kann, oder wenn du erfolgreich bist.

Freunde

Richtige Freunde richten dich auf, wenn es dir einmal dreckig geht. Sie sind da, wenn du Unterstützung brauchst, haben Verständnis und sind dennoch neutral genug, dir auch einmal den Kopf zu waschen, wenn du dich selbst verrannt hast oder in Selbstmitleid zerfließt. Im Idealfall teilst du auch noch einige Interessen mit ihnen und hast auch in der Freizeit Spaß mit ihnen.

Familie

Ja, die Familie ist oft die Ursache von Stress und Schwierigkeiten, gleichzeitig gibt sie viel Kraft. Meistens ist es ja so, dass wir die Familienmitglieder mit all ihren Eigenheiten gut kennen und daher können wir auch immer wieder auf sie zu gehen. Wir wissen, wie wir den anderen behandeln müssen. Das gibt uns Sicherheit und Halt.

  1. Beruf

Auch der Beruf kann eine Kraftquelle sein. Viele Menschen erhalten dort Anerkennung und können ihr Arbeitsumfeld einigermaßen frei gestalten.

Wenn das nicht der Fall ist, dann ist es Zeit für eine Veränderung. Aber bitte nicht gerade mitten in der Krise. Es sei denn der Beruf ist die Ursache.
Ich habe eine Freundin, die ihren Tumor nur überlebt hat, weil sie sich mit all ihrer Energie in ihren Beruf gestürzt hat. So musste sie nicht den ganzen Tag an ihre Krankheit denken. Ihre Kunden sind durchwegs liebe Menschen, die ihr zusätzlich Selbstbestätigung und Anerkennung gaben.

  1. Kreativität

Auch Kreativität könnte eine deiner Kraftquellen sein. Es gibt Menschen, die haben 100-te Ideen und setzen auch eine Menge davon um. Jede umgesetzte Idee ist wie ein Baby, dem sie das Leben schenken. Hier können sie sich verwirklichen und ausleben.

Malen

Malerei ist ein wunderschönes Hobby. Menschen, die gut zeichnen oder malen gehen ganz in dieser Beschäftigung auf. Auch wenn du nicht zu den Superbegabten zählst, kann es sein, dass du durch das Spiel mit Form und Farbe tiefe Befriedigung verspürst.

Ich selbst bin auch kein Ass, was die künstlerische Gestaltung betrifft. Ich habe aber ein gutes Gefühl für Farben und ich male einfach gerne. Es ist für mich ein sinnliches Erlebnis. Dabei nehme ich auch ganz gerne einmal meine Finger zur Hilfe um die Pastellkreide zu verschmieren. Das hat was!

Tanz

Beim Tanz verbindet sich Musik mit Bewegung und geht eine Symbiose ein. Du hast die einmalige Möglichkeit die Stimmung, die die Musik in dir auslöst körperlich auszudrücken. Das kann sehr befreiend sein und viel Spaß machen.

Bewegung zur beschwingten Musik schenkt Motivation und löst buchstäblich Kraft aus.

Schreiben

Schreiben macht nicht nur den Kopf frei, sondern du kannst es auch benutzen, um dich auf verschiedene Aspekte zu fokussieren.
Für Scanner (das sind Menschen, die sich für 1000 Dinge interessieren) ist ein Ideenbuch gut geeignet.
Ein Dankbarkeits-Tagebuch ist eine tolle Sache, wenn du selbst erfahren willst, wie Dankbarkeit dein Leben verändern kann.
Tagebuchschreiben hat sich schon für Generationen von Menschen bewährt. Es hilft einerseits, seine Gedanken zu sortieren und seine Erlebnisse zu ordnen. Andererseits liefern uns Tagebücher auch viele Informationen über verstorbene Angehörige oder berühmte Personen.
Freies, unzensiertes Schreiben bringt die Kreativität in Gang.

  1. Erdige Tätigkeiten

Mit erdigen Tätigkeiten meine ich alles, was uns mit der Erde verbindet. Dazu ist es nicht unbedingt notwendig in der Erde zu wühlen. Es kann aber Spaß machen.

Gartenarbeit

Gartenarbeit verbindet viele der schon genannten Elemente. Du kannst kreativ gestalten, bewegst dich, forderst deine Muskulatur, bist in der Natur und du hast guten Kontakt zu Erde; vielleicht sogar mit nackten Füßen am Boden. Das ist schon etwas ganz Besonderes.

Brot backen

Eine Tätigkeit, die mich sehr erdet ist Brot backen. Es hat so etwas Ursprüngliches, ist mit einigem Kraftaufwand verbunden und es hilft mir auch immer, mich zu besinnen, wie wichtig mir natürliche Lebensmittel sind. Ein selbstgebackenes Brot schmeckt nicht nur herrlich, sein Duft erfüllt auch das ganze Haus.

  1. Zeit für dich

Alles, wo du Zeit nur mit dir selbst verbringst, ohne dich einsam zu fühlen. All-ein-sein ist eine wunderbare Sache. Die meisten Menschen können es nicht mehr und fühlen sich dabei unwohl.

Wenn du dir Zeit für dich nimmst, dann ist es beinahe egal, wie du diese Zeit verbringst. Hauptsache es erfüllt dich, tut dir gut oder macht Spaß! Ob es dann ein gutes Buch, eine Tasse Tee oder ein Spaziergang ist, ist Nebensache.

Was sind deine Kraftquellen?

Zum Schluss nehme ich meine Anfangsfrage noch einmal auf. Du hast ja jetzt verschiedene Anregungen bekommen. Spür in dich hinein. Was bringt deine Seele zum Singen und Klingen?

Bleib gelassen!

 

 

 

 

P.S.: Einen schönen Artikel, wie du die Kraft der Symbole nutzen kannst, findest du hier.

 

 

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