7 Tipps, um leichter zu lernen, Glaubenssätze überprüfen

Meine sieben liebsten Lerntechniken

Merk- und Lerntechniken

 

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Es gibt eine Reihe von Techniken, um sich das Gelernte leichter einzuprägen. Teilweise sind sie schon sehr alt. Die Loci Methode wurde schon von den alten Griechen verwendet.

Meine sieben liebsten Lern- und Merktechniken

1. Mindmaps

Mindmaps sind eine anschauliche und kreative Methode Gedanken und Themen zu strukturieren. Die Besonderheit ist die visuelle Struktur. Von einem zentralen Punkt in der Mitte wachsen einzelne Äste. Das sind die Oberpunkte. Aus diesen Ästen wachsen Zweige, sie liefern Details zu den Oberpunkten oder Schlüsselwörtern.

Mindmaps kannst du händisch oder auch am PC erstellen. Dafür gibt es eigene Programme. Eine Auswahl findest du hier.

Wunderschöne, kreative Mindmaps zu bestimmten Themen als Anregung kannst du dir hier ansehen. Diese Mindmaps darfst du auch herunterladen und verwenden. Die Betreiber der Seite freuen sich über eine kleine Spende.

2. Karteikarten

Für das Erlernen von Faktenwissen und Vokabeln sind Karteikarten sehr gut geeignet. Du kannst sie entweder selbst schreiben und gestalten und auch ein Computerprogramm benützen.

  • Hilfreich bei realen Karten ist eine Box mit mehreren Fächern.
  • Der Lernstoff wird täglich wiederholt und eine Karte, deren Inhalt gewusst wurde wandert ein Fach weiter.
  • Die Folgefächer werden in 3-6-9-12 und 15 Tagen wiederholt.
  • Weißt du den Inhalt noch, wandert er wieder ein Fach weiter.
  • Hast du ihn vergessen, wandert er zurück ins erste Fach.

Diese Methode ist geeignet um den Lernstoff wirklich im Langzeitgedächtnis zu verankern.
Eine gute Lernsoftware nach diesem System ist Phase 6. Diese Software ermöglicht es dir, deine eigenen Kärtchen anzulegen.

3. Akronyme und Merksätze

Akronyme

Akronyme sind Wörter, die aus den Anfangsbuchstaben mehrere Wörter gebildet werden. Aus diesem Wort kannst du auf die Informationen schließen.

Beispiel: Gute Ziele sind SMART
Spezifisch
Messbar
Attraktiv
Realistisch
Terminisiert

Merksätze

Bei einem Merksatz weisen die Anfangsbuchstaben der Worte oder die Worte selbst auf die Inhalte hin.

Beispiel: Ein Anfänger der Gitarre hat Eifer.
Die Seiten der Gitarre haben folgende Tonhöhe E, A, D, G, H, e

Weiteres Beispiel: In die Semmel biß der Kater.
Mit diesem Satz kannst du dir die lateinischen Zahlenadverbien merken.
semel, bis, ter, quater

4. Schlüsselwortmethode

Diese Methode eignet sich für Vokabel, die du nicht behalten kannst. Sie funktioniert durch Ähnlichkeit, oder auch weil sie besonders paradox ist.

Beispiel: Das englische Wort für Tafelkreide ist chalk. Kreide schaut aus wie Kalk. Kalk – chalk

Auf den paradoxen Beispielen baut Oliver Geisselharts Vokabelbuchserie auf.
Der Titel des französisch Vokabelbuchs ist Wasch die Kuh. La vache heißt Kuh. Um es mir zu merken, stelle ich mir eine Kuh vor, die vom Bauern gewaschen wird.

5. Loci Methode

Bei der Loci Methode, werden Inhalte mit bestimmten Vorstellungen verbunden und an bekannten Orten abgelegt. Dadurch sind sie wieder abrufbar.
Eine gute Beschreibung dieser Methode findest du hier.

6. Geschichtenmethode

Der zu merkende Inhalt wird in einer Geschichte verwoben. Ein berühmtes Beispiel stammt von Vera Birkenbiehl.

Zweibein sitzt auf Dreibein und isst Einbein, da kommt Vierbein, nimmt Dreibein Einbein weg und isst Einbein. Worauf Zweibein aufsteht, Dreibein nimmt und auf Vierbein einschlägt.
Ein Mann sitzt auf einem dreibeinigen Hocker und isst eine Hühnerhaxe. Es kommt ein Hund schnappt sich die Hühnerhaxe und frisst sie auf. Der Mann steht auf, nimmt den Hocker und schlägt auf den Hund ein.

Zugegeben, kein schönes Bild. Ich habe die Geschichte vor 20 Jahren gelesen und habe sie immer noch im Kopf.

7. Zahlen merken

Zuerst einmal legst du dir für die Zahlen von 1 – 9 Bilder fest, die du dir gut merken kannst.
Z B.:
0 = Ei
1 = Einhorn
2 = Schwan (weil der Kopf mit Hals, wie eine 2 aussieht)
3 = Dreirad
4 = Tisch (mit 4 Beinen)
5 = Hand
6 = Würfel (mit sechs Seiten) oder Gitarre (mit 6 Saiten)
7 = Siebenschläfer
8 = Handschellen
9 = Kegel

Wenn du dir nun eine Zahl, z. B. eine Telefonnummer merken willst, machst du eine Geschichte draus.

Beispiel: 01/707 81 50
Auf einem Ei balanciert ein Einhorn. Auf dessen Horn wiederum sitzt ein Siebenschläfer, der unbedingt an ein Vogelnest kommen will, um an ein Vogelei heranzukommen. Leider wartet im Nest schon ein anderer Siebenschläfer mit Handschellen und so zieht er sich auf das Horn des Einhorns zurück, öffnet seine Pfote, die plötzlich wie eine Hand aussieht und findet darin: ein Ei.
Je skurriler die Geschichte, desto leichter wirst du sie dir merken.

 

All diese Methoden funktionieren super. Du brauchst allerdings etwas Übung, um sie schnell anwenden zu können. Besonders die Geschichten Methoden werden dir leichter fallen, je öfter du sie anwendest.
Ich versichere dir, dass du die Zeit, die du am Anfang investierst, sicher wieder dadurch hereinbringst, dass du dir zukünftig Inhalte leichter merkst und dauerhaft im Gedächtnis behältst.

Viel Spaß beim Lernen und Merken!

 

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2 Kommentare
  1. Susanne Zeiler
    Susanne Zeiler says:

    Liebe Ilse,
    das hast du wirklich super zusammengefasst!!! Und abgesehen von der Effizienz dieser kreativen Methoden beinhalten sie auch noch einen weiteren Aspekt: Es fühlt sich nicht an wie lernen. Es ist ein aktives Auseinandersetzen mit dem Lernstoff und nicht das althergebrachte, langweilige Auswendiglernen! 🙂
    LG
    Susanne

    Antworten
    • Ilse Maria Lechner
      Ilse Maria Lechner says:

      Liebe Susanne,

      danke für dieses feed-back. Nachdem du ja auf diesem Gebiet eine absolute Expertin bist, bedeutet mir das sehr viel.
      Ich stimme mit dir überein: Es fühlt sich nicht an wie lernen. Es ist eine kreative Spielerei des Geistes, oft entsteht erst dadurch das wirklich Interesse für das Stoffgebiet und die Lust mehr zu erfahren erwacht. So wird lernen lebendig.

      Liebe Grüße
      Ilse

      Antworten

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