Aus-gelassen leben

Selbstliebe lernen

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Wie kann ich lernen, mich selbst zu lieben?

Gestern hast du gehört, dass Selbstliebe wichtig ist. Aber wie kannst du Selbstliebe lernen? Ich habe 8 Tipps für dich zusammengestellt.

Hier kannst du die Folge anhören:

Hier kannst du die Episode herunterladen. (Einfach auf den link klicken, danach die rechte Maustaste klicken und „Audio speichern unter“ wählen)

Weiter unten kannst du einen Blogbeitrag zu diesem Thema lesen.

Shownotes:

Hier findest du den Artikel über deinen inneren Kompass.

Hier kannst du dir das Ritual „Liebeserklärung an dich selbst“ herunterladen

 

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Für die Cocktails musst du selbst sorgen. Ich stehe mit meinem Fachwissen und meiner Erfahrung 30 Minuten lang zu deiner Verfügung. Du kannst mir dein Problem schildern und wir finden gemeinsam heraus, wie ich dich am besten Unterstützen kann. Ich verrate dir einen ersten Quick-fix, der sicher bald Erleichterung bringt.

 

Wie kannst du lernen, dich selbst zu lieben?

Gehörst du auch zu den Personen, die von sich selbst wesentlich mehr verlangen, als von allen anderen. Die sich selbst gegenüber streng und unerbittlich sind, die sich innerlich antreiben und die immer alles zu 150 % erledigt haben wollen?

Dann ist dieser Artikel jetzt genau für dich geschrieben.

Bereits in der Bibel gibt es einen wichtigen Satz. „Du sollst deinen nächsten lieben, WIE dich selbst.“

Dieses wie deutet darauf hin, dass DU das Maß der Dinge bist. Du misst an deiner Liebe zu dir selbst, wie sehr du deinen nächsten liebst.

Jetzt Mal ehrlich: Wie gehst du mit deiner Freundin um, wenn etwas nicht klappt? Ich bin sicher du tröstest sie und erklärst ihr, dass Fehler nun einmal passieren können. Du munterst sie auf und schmiedest gemeinsam mit ihr Ideen, wie dieses Missgeschick wieder aus der Welt geschafft werden kann.

Wie wäre es, wenn du das alles auch für dich selbst tun könntest?

Was hindert dich daran?

Meine 8 Tipps für deine Selbstliebe

1 Sei dir selbst dein bester Freund

Ich bin mir selbst mein bester Freund und …
mein schlimmster Feind. (Lebensweisheit)

Wenn du dir dein schlimmster Feind sein kannst, indem du dich hetzt, herabsetzt, klein machst, beschimpfst und allein lässt …

Tja, warum bist du dann nicht einfach dein bester Freund?

  • Sei lieb zu dir.
  • Ermutige dich.
  • Tröste dich selbst, wenn etwas nicht klappt.
  • Feiere deine Erfolge und klopf dir auf die Schulter.
  • Belohne dich auch ab und zu einmal.
  • Sorge für dich, wenn du dich nicht wohl fühlst.

2 Schätze deinen Wert und gönn dir etwas

Was machst du, wenn Besuch kommt? Du räumst die Wohnung auf, kochst etwas Besonderes, deckst den Tisch mit schönem Geschirr und machst dich schick. All das machst du, um dem anderen deine Wertschätzung zu zeigen.

Meine Mama hat ein wunderschönes Augarten-Porzellan Service. Sie hat es sich mühsam Stück für Stück gekauft. Ich kann mich nur an ganz wenige Gelegenheiten erinnern, wo wir dieses Geschirr benutzt haben. Jetzt sind meine Eltern in eine kleinere Wohnung gezogen und sie müssen sich von diesem Geschirr trennen. Nachdem meine Mama aus einer Generation stammt, wo es alle so gehalten haben, ist der Markt mit diesem Geschirr überschwemmt. Man bekommt kaum etwas für Second Hand Ware – auch wenn sie kaum benutzt und vollkommen neuwertig ist.

Stell dir folgende Situation vor:

Meine Mama hätte sich jedes Wochenende ihren Nachmittagskaffee mit diesem Geschirr gegönnt. Sie hätte den Tisch gedeckt. Eventuell sogar Blumen auf den Tisch gestellt, den Kuchen schön auf der Kuchenplatte angerichtet und ihre Kaffee genussvoll getrunken. Egal, ob es ein normaler Sonntag oder ein Feiertag gewesen wäre. Egal, ab Besuch da gewesen wäre, oder nur die Familie.

Sie hätte sich seit 45 Jahren an diesem Geschirr erfreut. Sie hätte es genossen ihren Kaffee aus dem edlen Porzellan zu trinken und ihren Kuchen von den feinen Tellern zu essen.

Beweise dir selbst deine Wertschätzung jeden Tag!

3 Nimm dir Zeit für dich selbst

Zeit für dich selbst ist wichtig, damit du mit dir selbst in Kontakt bleibst. Nur so bist du in der Lage deine Wünsche und Sehnsüchte zu erkennen. Im Alltag bleibt für Reflexion wenig Raum.

Diese Reflexion ist wichtig, dass du dich selbst so richtig kennen lernst. So weißt du, was dir Freunde macht, was du unbedingt zum Leben brauchst und was du weglassen kannst.

In der Ruhe lernst du deinen Körper zu spüren. Du nimmst körperliche Veränderungen wahr und kannst auf sie eingehen.

Diese Informationen sind essentiell, damit du deine Grenzen gut wahren kannst. Nur wenn du rechtzeitig erkennst, dass sich eine Erkältung anbahnt, kannst du sie auch abfangen. Nur wenn du merkst, dass du erschöpft bist, kannst du gegensteuern.

Deine Wünsche und Sehnsüchte sind so eine Art Kompass in deinem Leben. Dort willst du hin. Das willst du erreichen. Wenn du sie gut kennst, kannst du Chancen nützen.

4 Was magst du an dir selbst

Setz dich hin und mach eine Liste all der Dinge, die du an dir magst. Schreib auch die Dinge auf, die du nicht magst. Diese Eigenschaften schau dir jetzt einmal positiv an.

Wenn du zum Beispiel, so wie ich, ungeduldig bist, dann kann das auch heißen, dass du schnell und effizient arbeiten kannst.

Wenn du ruhig und schüchtern bist, dann wirst du wahrscheinlich genau beobachten und abwägen, bevor du handelst und deine Entscheidungen sehr überlegt treffen.

Bist du eher chaotisch, dann wirst du möglicherweise auch kreativ und leidenschaftlich sein.

Wie lang ist deine Liste? Bist du jetzt ein wenig überrascht?
Dann freu dich auf die Übung, die ich für dich  vorbereitet habe: Liebeserklärung an dich selbst.

Trag dich hier ein und hol dir die Anleitung zum Ritual „Liebeserklärung an dich selbst“

5 Gedankenbeobachtung

Beobachte deine Gedanken und Selbstgespräche.

Ein alter Spruch aus dem Talmud lautet:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Gewohnheiten.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden deine Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Ache auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Besser kann ich den Zusammenhang zwischen Gedanken und Schicksal gar nicht ausdrücken. Sei also achtsam, was du über dich denkst.

Wenn du dich selbst dabei erwischt, dass du negativ über dich denkst, dann sag laut: „Stopp!“. Das wird dir helfen, deine Gedankenkette zu unterbrechen. Wenn du das regelmäßig machst, werden die negativen Gedanken weniger. Du signalisierst deinem Unbewussten durch dieses „Stopp!“, dass du deine gewohnten Gedankenbahnen verlassen willst und neue Wege beschreiten willst.

6 Den inneren Kritiker in die Schranken weisen

Wer ist dieser innere Kritiker. Es ist die kleine Stimme, die dir einflüstert: „Ich bin nicht gut genug.“, und „Ich kann das nicht.“ oder auch „Ich hätte mich halt mehr anstrengen müssen.“

Diese Stimme hat ihren Ursprung in deiner Kindheit. Sie wiederholt Sätze, die du in deiner Kindheit – oft unbewusst – aufgenommen hast. Du musst diese Aussagen nicht einmal gehört haben. Vielleicht wurden sie dir nonverbal vermittelt. Möglicherweise hat sich schon deine Mutter ständig schuldig gefühlt und du hast dieses Verhalten übernommen. Oder du hast dir schwer getan Freundschaften zu schließen und wurdest im Sport immer als letzte in die Mannschaft gewählt.

Auch diesen Kritiker kannst du stoppen.

Schon die „Stopp!“-Übung aus Punkt 5 ist nützlich.

Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten mit ihm umzugehen.

  • Du kannst mit ihm in Dialog gehen und seine Aussagen hinterfragen.
  • Du kannst ihn auf den Schoß nehmen und beruhigen. Nach dem Motto: „Früher war das so, aber jetzt bin ich erwachsen und jetzt ist es anders.“
  • Du kannst ihm mit Humor begegnen und seine Aussagen überzeichnen. „Ja sicher ich schaffe gar nichts. Das sieht man schon allein an der Tatsache dass ich schon xy Jahre alt geworden bin.“

7 Achte deinen Körper und tu ihm Gutes

Dein Körper begleitet dich durch dein Leben. Wir alle nehmen es selbstverständlich, dass unser Körper funktioniert. Erst wenn wir erkranken oder uns etwas weh tut, beginnen wir nachzudenken.

Dein Herz schlägt 60 – 80 Mal in der Minute. Das sind 86.400 – 115.200 Mal am Tag. Wenn du von einer durchschnittlichen Lebensdauer von 81 Jahren ausgehst, dann sind das unglaubliche 3.405.888.000 Mal. Dein Herz schlägt unermüdlich. Ob du schläfst oder wach bist.

Deine Füße tragen dich durch das Leben; Schritt für Schritt. Grund genug, dankbar zu sein. Vor diesem Hintergrund scheint es unerheblich, ob deine Beine Gardemaße haben, oder eher stämmig geraten sind.

Ich habe ein paar Jahre lang Kurse in orientalischem Tanz geleitet. Dabei stehen Frauen für 90 Minuten vor einem Spiegel, damit sie sich und ihre Bewegungen beobachten und korrigieren können. Meine Aufforderung an meine Teilnehmerinnen war: „Lächeln!“. Es ist wirklich wie ein Zauber, wenn sich Frauen über eine Stunde lang zulächeln, dann werden ihre Gesichter weich, die Muskulatur entspannt sich und sie beginnen zu strahlen. Nach einigen Wochen merkte ich, wie sie begannen ein anderes Körpergefühl zu entwickeln. Sie fingen an, bestimmte Körperteile zu lieben und mit anderen ihren Frieden zu schließen. Denn meine Teilnehmerinnen merkten, dass eine hölzern bei den Armbewegungen wirkt und dafür weiche Hüftbewegungen machen kann. Eine andere hat eine perfekte Figur und bewegt sich eckig. Und dann gibt es die kleinen Wunder: unscheinbare Frauen mit einer mittelmäßigen Figur, die sobald sie auf eine Tanzfläche kommen zur Göttin werden. Genau diese Frauen sind es, die Mut machen!

Wenn du auch diesen Effekt nützen willst, dann kannst du auch allein vor einem Spiegel tanzen und dir dabei zulächeln. Wichtig ist, dass du das regelmäßig machst.

8 Perfektionismus ablegen

Schraube deine Ansprüche und Erwartungen zurück. Du bist ein Mensch und damit fehlbar. Genau das macht dich liebenswert.

Wenn du etwas noch nicht richtig kannst, dann kannst du es lernen. Nimm dir dafür die Zeit, die du brauchst.

Sei dir selbst gegenüber genauso nachsichtig, wie du es anderen gegenüber bist. (Hier schließt sich der Kreis zu Punkt 1)

Du musst auch nicht alles können. Konzentriere dich auf die Dinge, die du gut kannst. Stärke deine Stärken. Das ist effizient und erfolgversprechend.
In großen Firmen gibt es einen Leitsatz: „Suche dir einen Spezialisten für alles, was du selbst nicht in 15 Minuten erledigen kannst.“

Das ist im Bereich Haushalt und Familie nicht immer möglich. Aber ihr könnt die Aufgaben so verteilen, dass sich jeder seinen Stärken entsprechend einbringt.

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten wo du ansetzen kannst. Lerne dich selbst zu lieben und dein Leben wird sich grundlegend verändern.

Bleib gelassen!

 

 

 

 

 

 

 

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