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3 Dinge, die dir beim Kochen und Einkaufen Zeit und Nerven sparen

 

Diesmal gibt uns Sophie Mikosch Tipps, wie das Kochen und Einkaufen leicht und flockig von der Hand geht. Sophie unterstützt Mütter und Familien achtsam, bedürfnisorientiert und umweltbewusst zu leben.

3 Dinge, die dir beim Kochen und Einkaufen Zeit und Nerven sparen

Seit einem guten Jahr lebe ich mit meinem Mann und meinen zwei Kleinkindern in einem kleinen Ort im Odenwald. Die meisten Leute, die hier herziehen, brauchen ein zweites Auto. Wir haben aus ökologischen Gründen nicht einmal eins.

„Und wie macht ihr das dann mit dem Einkaufen?“, wurde ich immer wieder gefragt.

In diesem Artikel möchte ich dir davon berichten, wie es uns gelingt, den Wocheneinkauf ohne Stress und Taschen schleppen entspannt zu erledigen und wie auch du durch gute Planung und Online-Shopping Zeit und Nerven sparen kannst.

1. Ein Kochplan

Vor allem wenn du keinen Supermarkt direkt nebenan hast, ist es sinnvoll, dir schon im Vorhinein zu überlegen, was du während der Woche kochen willst. Aber auch sonst spart ein Kochplan nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld. Wenn du nur die Lebensmittel einkaufst, die du für die geplanten Speisen brauchst, werden auch weniger Vorräte im Kühlschrank schlecht. Außerdem kannst du, gerade im Alltag mit Kleinkindern, aufwendigere Gerichte besser in deinen Zeitplan integrieren. Wenn du schon morgens weißt, was du mittags kochen wirst, kannst du kleine Schritte (wie z.B. einen Teig vorbereiten, der noch ruhen muss) kurz zwischenrein schieben, wenn es gerade passt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Kochplan zu erstellen. Natürlich kannst du einfach für eine Woche im Voraus planen und sieben Gerichte aufschreiben, die dir spontan einfallen. Es könnte aber sein, dass dir der Plan dann nicht abwechslungsreich genug wird. Was mir gut gefällt, ist eine Art Basis-Kochplan, auf dem für jeden Tag eine Basis-Kategorie (oder Zutat) festgelegt ist. So können das z.B. montags Nudeln sein, dienstags Kartoffeln, mittwochs Getreide, donnerstags Suppen und Eintöpfe, Freitags Ofengerichte… Bei der Wochenplanung überlegst du dir dann für jeden Tag ein Gericht aus der entsprechenden Kategorie. Dienstags könnten das dann Bratkartoffeln sein, oder Pellkartoffeln oder Kartoffelgratin… natürlich mit dazu passenden wechselnden Beilagen. So hast du eine Ideen-Grundlage und weißt sicher, dass es nicht 7x Nudeln geben wird, aber trotzdem bist du flexibel und es bleibt abwechslungsreich. Ob du die geplanten 7 Gerichte dann an den festgelegten Tagen oder in anderer Reihenfolge kochst, kannst du dann immer noch spontan entscheiden. Hauptsache alle Gerichte stehen fest und du kannst die Lebensmittel dafür einkaufen.

2. Eine Obst- und Gemüsekiste

Eine ganz wunderbare Sache, nicht nur für Leute, die auf dem Land wohnen, finde ich eine Obst- und Gemüsekiste! Einmal wöchentlich erhältst du mit so einem Abonnement frisches Obst und/oder Gemüse direkt vor die Haustür. Auf Wunsch nur bio oder auch nur regional und saisonal.

Du kannst dich entweder überraschen lassen, was kommt (das beeinflusst dann natürlich den Kochplan!) oder dir deine eigene Abokiste zusammenstellen, je nachdem wie das das Unternehmen in deiner Region anbietet.

Hier findest du eine große Datenbank für die regionale Suche nach Gemüse-Abokisten-Anbietern: www.gemuesekiste.de

Bei den meisten Anbietern hast du die Möglichkeit online vorab nachzuschauen, welche Lebensmittel in der folgenden Woche geliefert werden. So kannst du dann flexibel je nach Geschmack zu- oder abbestellen. Wenn du mal im Urlaub bist, pausierst du das Abo einfach. Viele Unternehmen runden ihr Angebot auch noch durch weitere Lebensmittel wie Brot, Käse… ab.

3. Lebensmittel Online shoppen

Neben Obst und Gemüse ist es heutzutage möglich, auch so gut wie jedes andere Lebensmittel online zu bestellen. Die meisten Leute wissen das, haben es aber noch nie selbst ausprobiert. Dabei ist Wocheneinkauf-Online-Shopping längst nicht nur etwas für alte Menschen oder Familien ohne Auto.

Letztes Jahr zur Vorweihnachtszeit ist es mir ganz besonders bewusst geworden, wie toll und entspannt ein Wocheneinkauf im Internet sein kann:

  • Kein Gedränge in den Läden (kein Einkaufsstress mit und für die Kinder!)
  • Kein Gedränge im Bus bzw. keine Probleme bei der Parkplatzsuche
  •             → Dadurch spare ich enorm viel Zeit!
  • Keine leeren Regale
  • Beim Online-Shopping bin ich zeitflexibel, das kann ich auch machen, wenn die Kinder schlafen
  • Ich muss nichts schleppen
  • Ich muss bei Mistwetter nicht das Haus verlassen
  • Keine Angebote, die mich vor der Kasse noch zum Kauf verleiten
  •             → Ich spare Geld!

 

Manche Online-Shops bieten auch eine Merkzettel Option, so kann ich regelmäßig benötigte Lebensmittel speichern und den Einkauf so innerhalb von wenigen Minuten erledigen.

Für mich fühlt es sich manchmal an wie purer Luxus, dass ich einfach nur an die Haustür gehen muss, wenn der Postbote klingelt und den Wocheneinkauf bringt. 🙂

Kritische Leserinnen könnten jetzt anmerken, dass Online-Shopping die kleinen Läden vor Ort zerstört. Und dass durch die Paket-Verpackung viel Müll entsteht.

Beides ist natürlich richtig.

Die Frage ist nur: Gehst du noch im kleinen Laden vor Ort einkaufen? (Dann kannst du das natürlich gerne weiterhin tun!) Oder ist es doch eine große Supermarktkette, bei der die Ware dann statt per Lastwagen in den Laden per DHL direkt zu dir geschickt wird? Und was ist mit den Abgasen, die du verursachen würdest, wenn du persönlich in die Stadt fahren würdest?

Es gilt immer viele Seiten abzuwägen, wenn es darum geht zu entscheiden, ob etwas sinnvoll ist oder nicht.

Wir kaufen fast ausschließlich Bio-Lebensmittel und dafür müsste ich von unserem Ort aus mit zwei Kleinkindern ca. 40 Minuten mit dem Bus fahren. Ein klassischer Wocheneinkauf wäre daher für mich mit viel Zeit und Nerven (und natürlich Schlepperei) verbunden. Daher habe ich mich für‘s Online-Shopping entschieden und erleichtere mir dadurch den Alltag.

Wenn auch du dich dafür interessierst, wo man online Bio-Lebensmittel bestellen kann, findest du in diesem Blogbeitrag auf meiner Seite 11 Online-Shops, die dir BIO-Lebensmittel nach Hause bringen.

 

Ich hoffe meine Tipps haben dazu beigetragen, dass auch du dem Thema Kochen und Einkaufen zukünftig entspannter begegnen kannst und vielleicht hast du ja Lust bekommen, den nächsten Wocheneinkauf mal online zu erledigen.
Herzliche Grüße und alles Gute,

deine Sophie

 

Sophie Mikosch ist Mutter von zwei Kindern. Ihre Herzensthemen sind Umweltbewusstsein und Achtsamkeit, sowie alternative Wege rund um Schwangerschaft, Geburt, Baby- und Kleinkindzeit. Auf Mütterimpulse unterstützt sie Öko-Mamas auf ihrem Weg abseits der Norm und organisiert gemeinsame Aktivitäten mit anderen Öko-Familien.

 

 

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