Hast du einen Lebenstraum? Etwas, das du schon immer gerne tun wolltest, einen geheimen Wunsch, den du noch niemanden anvertraut hast?
Ja! – Ich bin mir sicher, auch in deinem Leben drängt etwas nach Verwirklichung.

Träume-Ziele

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Warum sind Träume Ziele ohne Termin?

Begriffsabgrenzung

Was ist ein Ziel?
Was ist ein Traum?
Was ist ein Wunsch?

Ein Wunsch wird definiert als das Begehren oder das Verlangen nach einer Sache oder Fähigkeit. Ein Traum hat viele Definitionen. Diejenige die uns hier nützlich ist, ist die Imagination oder Fantasievorstellung. Ein Ziel ist ein zukünftiger Zustand, der im Vergleich zur Gegenwart verändert ist. Weiterlesen

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So erschließt du deine Kraftquellen

Wir alle haben manchmal Zeiten, wo es uns nicht so gut geht.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Stress am Arbeitsplatz, Beziehungskrampf, Sorgen um Kinder oder Eltern, gesundheitliche Probleme …

Eines haben alle diese Situationen gemeinsam. Sie bringen die Betroffenen aus der Balance und zehren an den Kräften.

In solchen Situationen ist es fein, wenn du die inneren Kraftquellen anzapfen kannst. So kannst du diese Krisen überstehen.

Dazu musst du deine Kraftquellen zuerst einmal kennen

Im Idealfall hast du deine Kraftquellen schon gefunden und weißt ganz genau, was dich motiviert und dir in Extremsituationen einen Schub vorwärts gibt.

Wenn nicht, dann bleibt es dir leider nicht erspart, dich mit dir selbst auseinander zu setzen. Leider gibt es keine allgemeingültige Landkarte auf dem Weg zu den Kraftquellen. Jede Person, muss diese Wege selbst finden.
Ich kann dir in diesem Artikel Inspirationen geben und Möglichkeiten aufzeigen.

8 Möglichkeiten, sich Kraftquellen zu erschließen

  1. Körperliche Kraftquellen

Schlaf

Sorge für ausreichend Schlaf. Das klingt banal und ist doch in Stresszeiten nicht einfach. Genau dann haben viele Menschen Einschlaf- und Durchschlafschwierigkeiten.
Schlechter Schlaf führt aber zu einer schlechten Erholung und bringt gleichzeitig den Kreislauf durcheinander.

Pausen

Pausen sind wichtig, damit du dich zwischendurch erholen kannst. In diesem Artikel habe ich mehr über Pausen geschrieben und hier findest du Ideen, wie du deine Pausen gestalten kannst.

Gesunde Ernährung

Achte auf deine Ernährung. Du weißt schon, die 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag! Iss wenig Zucker und möglichst langkettige Kohlehydrate. Zucker schenkt kurzfristig Energie, ist aber langfristig ein Energie- und Nährstoffräuber.

Das Auge isst mit

Essen soll auch Spaß machen. Trotz gesunder Ernährung soll der Genuss nicht zu kurz kommen. Auch das Auge isst mit. Oft ist eine gesunde Mahlzeit ansprechender, wenn sie liebevoll und bunt zubereitet ist. Manche Menschen lieben es, ihre Mahlzeiten durch essbare Blüten aufzuwerten. Probiere es einfach aus!

Wasserversorgung

Nicht nur unser Körper, auch unser Gehirn braucht Wasser, um wirklich störungsfrei zu funktionieren. Manche Menschen – so wie ich – vergessen leider in Stresszeiten auf das Wasser trinken. Mir hilft in diesem Fall ein App auf dem Handy, die mich erinnert, dass es Zeit für das nächste Glas Wasser ist. Eine andere Methode, die sich bewährt hat, ist es nach jedem Gang auf die Toilette ein Glas Wasser zu trinken. So wird der Tank gleich wieder aufgefüllt.

Die eigenen Grenzen anerkennen

Es ist manchmal wirklich nicht leicht zu akzeptieren, dass wir nicht Superman oder Superwoman sind. Gerade, wenn wir motiviert sind, die momentane Krise zu überwinden, heißt es vorsichtig sein, dass wir uns nicht dabei überlasten. Darum horch immer wieder einmal in dich hinein und stell dir die Fragen: „Wie geht es mir jetzt? Was brauche ich im Moment?“ – Und dann versuche auch, die Antworten zu nützen und umzusetzen.

  1. Sport und Bewegung

In Stresssituationen werden Stresshormone ausgeschüttet. Diese brauchen lange, um wieder vom Körper abgebaut zu werden. Milde Bewegung hilft dabei. Die Betonung liegt auf mild.
Also kein Wettbewerb; auch keiner gegen dich selbst.
Gut ist hingegen, wenn du dich so bewegst, dass du dich nebenbei noch ohne Atemprobleme unterhalten kannst. Diese Bewegung hilft dem Körper die Stresshormone abzubauen und auszuscheiden.

Outdoor

Wandern, laufen, klettern … es gibt unendliche Möglichkeiten sich draußen zu bewegen. Alles, wo du nicht Standortgebunden bist (wie Tennis oder Fußball auf dem Platz), bietet zusätzlich zur Frischluft noch eine Menge anderer Vorteile. Du kannst die Landschaft und die Natur wirklich genießen.

Dein Auge kann schweifen. Dieser Blick in die Weite entspannt das System. Unsere Augen müssen oft auf kurze Distanzen schauen. Dafür sind sie nicht gemacht. Wenn du abwechselnd den Blick in die Nähe und in die Ferne richtest, dann entspannt das die Augenmuskulatur.

Indoor

Aber auch innen gibt es keine Ausreden. Mittlerweile gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten sportlich aktiv zu werden, dass ich sie gar nicht aufzählen kann. (Da würde ein eigener Blogartikel draus :-) )

Du musst nicht einmal aus dem Haus gehen, wenn du keine Lust hast. Yoga, Training mit dem eigenen Körpergewicht, Pilates und Slingtrainer sind nur einige Methoden, die du auch gut in den eigenen vier Wänden praktizieren kannst. Bei diesen Methoden kommt neben der Übung für die Muskulatur auch noch ein großer Entspannungseffekt dazu.

  1. Musik

Musik ist für viele Menschen eine hervorragende Kraftquelle. Nichts beeinflusst die Stimmung so schnell, wie Musik. Sie kann dich aufmuntern, aufputschen und auch zur Ruhe bringen.

Singen

Singen hilft hervorragend gegen Angstzustände. Wenn du singst, kannst du keine Angst haben. Das ist auch der Grund, warum viele Menschen singen, wenn sie in den dunklen Keller müssen.

Auch die Marschlieder wurden erfunden um Ängste abzubauen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Aktiv Musik machen

Menschen die ein Instrument spielen können sich oft wunderbar entspannen, während sie üben oder improvisieren. Sie sind dann ganz im Hier und Jetzt bei der Tätigkeit, die sie gerade ausüben – bei ihrem Instrument. Genau das lässt sie zur Ruhe kommen und Kraft sammeln.

Deine Playlist

Mach dir eine Playlist von Liedern verschiedener Stilrichtungen. Du kannst sie gliedern in Lieder, die dich aufbauen und motivieren, Lieder bei denen du in Bewegung kommst und Lieder, die dir helfen abzuschalten.

  1. Beziehungen

Wenn du dich mit den richtigen Menschen umgibst, dann wirst du gestärkt. Du bekommst Hilfe, wenn du sie benötigst und erhältst Trost, wenn du ihn brauchst. Gleichzeitig sind Beziehungen eine Kraftquelle für sich selbst.

Partnerschaft

Eine gute Partnerschaft unterstützt dich dabei, dich selbst weiterzuentwickeln. Dein Partner ist der Mensch, dem du deine Ängste und Sorgen anvertrauen kannst. Der Mensch, der dich so nimmt, wie du bist. Du musst dich nicht verstellen und brauchst keine Masken aufzusetzen. Er fordert und fördert dich. Er freut sich aber auch, wenn er mit dir Lachen kann, oder wenn du erfolgreich bist.

Freunde

Richtige Freunde richten dich auf, wenn es dir einmal dreckig geht. Sie sind da, wenn du Unterstützung brauchst, haben Verständnis und sind dennoch neutral genug, dir auch einmal den Kopf zu waschen, wenn du dich selbst verrannt hast oder in Selbstmitleid zerfließt. Im Idealfall teilst du auch noch einige Interessen mit ihnen und hast auch in der Freizeit Spaß mit ihnen.

Familie

Ja, die Familie ist oft die Ursache von Stress und Schwierigkeiten, gleichzeitig gibt sie viel Kraft. Meistens ist es ja so, dass wir die Familienmitglieder mit all ihren Eigenheiten gut kennen und daher können wir auch immer wieder auf sie zu gehen. Wir wissen, wie wir den anderen behandeln müssen. Das gibt uns Sicherheit und Halt.

  1. Beruf

Auch der Beruf kann eine Kraftquelle sein. Viele Menschen erhalten dort Anerkennung und können ihr Arbeitsumfeld einigermaßen frei gestalten.

Wenn das nicht der Fall ist, dann ist es Zeit für eine Veränderung. Aber bitte nicht gerade mitten in der Krise. Es sei denn der Beruf ist die Ursache.
Ich habe eine Freundin, die ihren Tumor nur überlebt hat, weil sie sich mit all ihrer Energie in ihren Beruf gestürzt hat. So musste sie nicht den ganzen Tag an ihre Krankheit denken. Ihre Kunden sind durchwegs liebe Menschen, die ihr zusätzlich Selbstbestätigung und Anerkennung gaben.

  1. Kreativität

Auch Kreativität könnte eine deiner Kraftquellen sein. Es gibt Menschen, die haben 100-te Ideen und setzen auch eine Menge davon um. Jede umgesetzte Idee ist wie ein Baby, dem sie das Leben schenken. Hier können sie sich verwirklichen und ausleben.

Malen

Malerei ist ein wunderschönes Hobby. Menschen, die gut zeichnen oder malen gehen ganz in dieser Beschäftigung auf. Auch wenn du nicht zu den Superbegabten zählst, kann es sein, dass du durch das Spiel mit Form und Farbe tiefe Befriedigung verspürst.

Ich selbst bin auch kein Ass, was die künstlerische Gestaltung betrifft. Ich habe aber ein gutes Gefühl für Farben und ich male einfach gerne. Es ist für mich ein sinnliches Erlebnis. Dabei nehme ich auch ganz gerne einmal meine Finger zur Hilfe um die Pastellkreide zu verschmieren. Das hat was!

Tanz

Beim Tanz verbindet sich Musik mit Bewegung und geht eine Symbiose ein. Du hast die einmalige Möglichkeit die Stimmung, die die Musik in dir auslöst körperlich auszudrücken. Das kann sehr befreiend sein und viel Spaß machen.

Bewegung zur beschwingten Musik schenkt Motivation und löst buchstäblich Kraft aus.

Schreiben

Schreiben macht nicht nur den Kopf frei, sondern du kannst es auch benutzen, um dich auf verschiedene Aspekte zu fokussieren.
Für Scanner (das sind Menschen, die sich für 1000 Dinge interessieren) ist ein Ideenbuch gut geeignet.
Ein Dankbarkeits-Tagebuch ist eine tolle Sache, wenn du selbst erfahren willst, wie Dankbarkeit dein Leben verändern kann.
Tagebuchschreiben hat sich schon für Generationen von Menschen bewährt. Es hilft einerseits, seine Gedanken zu sortieren und seine Erlebnisse zu ordnen. Andererseits liefern uns Tagebücher auch viele Informationen über verstorbene Angehörige oder berühmte Personen.
Freies, unzensiertes Schreiben bringt die Kreativität in Gang.

  1. Erdige Tätigkeiten

Mit erdigen Tätigkeiten meine ich alles, was uns mit der Erde verbindet. Dazu ist es nicht unbedingt notwendig in der Erde zu wühlen. Es kann aber Spaß machen.

Gartenarbeit

Gartenarbeit verbindet viele der schon genannten Elemente. Du kannst kreativ gestalten, bewegst dich, forderst deine Muskulatur, bist in der Natur und du hast guten Kontakt zu Erde; vielleicht sogar mit nackten Füßen am Boden. Das ist schon etwas ganz Besonderes.

Brot backen

Eine Tätigkeit, die mich sehr erdet ist Brot backen. Es hat so etwas Ursprüngliches, ist mit einigem Kraftaufwand verbunden und es hilft mir auch immer, mich zu besinnen, wie wichtig mir natürliche Lebensmittel sind. Ein selbstgebackenes Brot schmeckt nicht nur herrlich, sein Duft erfüllt auch das ganze Haus.

  1. Zeit für dich

Alles, wo du Zeit nur mit dir selbst verbringst, ohne dich einsam zu fühlen. All-ein-sein ist eine wunderbare Sache. Die meisten Menschen können es nicht mehr und fühlen sich dabei unwohl.

Wenn du dir Zeit für dich nimmst, dann ist es beinahe egal, wie du diese Zeit verbringst. Hauptsache es erfüllt dich, tut dir gut oder macht Spaß! Ob es dann ein gutes Buch, eine Tasse Tee oder ein Spaziergang ist, ist Nebensache.

Was sind deine Kraftquellen?

Zum Schluss nehme ich meine Anfangsfrage noch einmal auf. Du hast ja jetzt verschiedene Anregungen bekommen. Spür in dich hinein. Was bringt deine Seele zum Singen und Klingen?

Bleib gelassen!

 

 

 

 

P.S.: Einen schönen Artikel, wie du die Kraft der Symbole nutzen kannst, findest du hier.

 

 

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Selbstfürsorge

Die spontanen Ideen sind die besten, habe ich vor einem Jahr festgestellt. Wenn ich meinem Bauchgefühl folge, dann bin ich ganz im Fluss. Dann kann ich mich von der Energie tragen lassen.

Aus so einer spontanen Idee ist mein Mama-Monat  in meiner Facebook-Gruppe „Kinder respektvoll fördern“ entstanden.

Hier siehst du den Themenplan der ersten Woche.

Wenn du Lust hast, kannst du immer noch einsteigen.

Das große Thema dieser Woche ist die Selbstfürsorge. Dazu habe ich auch schon zwei Videos in die FB-Gruppe eingestellt. Doch es gibt natürlich noch viel mehr zu erfahren.

Zu diesem Thema wurde schon viel geschrieben. Daher habe ich mir gedacht, ich schreibe diesmal einen Blogartikel der anderen Art. Ich versuche, die wichtigsten Artikel zu diesem Thema zusammenzufassen.

Selbstfürsorge – Was ist das?

Das Linzer Frauengesundheitszentrum hat sich dieser Frage in einem PDF gewidmet und eine kurze und sehr informative Zusammenfassung geschrieben.

Warum ist Selbstfürsorge wichtig?

Informationen dazu findest du im Blogartikel von Gefühlschaos. Besonders schön finde ich, dass in diesem Artikel Selbstliebe und Egoismus gegenübergestellt werden. Ein gesunder Egoismus ist lebenswichtig.

Auf Mymonk erklärt Johanna Wagner anhand der Metapher der geschärften Axt, warum diese Gabe so wichtig ist. Sie arbeitet ganz klar die Vorteile dieser Beschäftigung mit sich selbst heraus. Dieser Artikel wird dir vor allem dann weiterhelfen, wenn du ein schlechtes Gewissen hast, wenn du Zeit in dich selbst investierst. Denn du erkennst ganz klar: Nur wer für sich selbst sorgt, kann auch für andere da sein.

Wann ist es Zeit für Selbstfürsorge?

Das wird bei bewusster-leben schön herausgearbeitet. Hier findest du einige Fragen, die dir helfen herauszufinden, ob es Zeit ist, sich um dich selbst wieder gut zu kümmern.
Gleichzeitig nimmt die Autorin eine entspannte Haltung ein und schafft es nicht zusätzlichen Druck aufzubauen.

Einen Selbsteinschätzungsbogen zum Thema Selbstfürsorge findest du auch hier bei zeitzuleben. Die Artikel von Zeitzuleben sind immer sehr fundiert und praktisch gestaltet. Du bekommst dort immer gleich kleine Hilfsmittel, die dich sofort einen Schritt weiterbringen.

Warum fällt uns Selbstfürsorge manchmal so schwer? Was sind die Hindernisse?

Die Antwort auf diese Fragen findest du im Artikel „Warum Selbstfürsorge so wichtig ist, und uns dennoch oft so schwer fällt“ in diesem PDF.

Tipps und Anregungen zum Thema

5 Selbstfürsorge Rezepte von Honigperlen. Melanie gibt dir anhand der Geschichte von Jasmin, wie du besser für dich sorgen kannst.

Auf mini-and-me findest du 45 Impulse für mehr Selbstliebe. Selbstliebe bildet die Basis für Selbstfürsorge. Das Schöne an diesem Artikel ist die Grafik zum Ausdrucken.

Bei Busy-Mom schildere ich anhand meiner eigenen Geschichte welche 12 Tipps mir geholfen haben, die Balance zwischen Partnerschaft, Familie und Selbstfürsorge zu finden und zu halten.

Aus diesem Gastartikel heraus hat sich auch noch ein Interview mit Sabine Machowski ergeben, in dem sie schildert, wie du deine Bedürfnisse erkennst. Dann kannst du im zweiten Schritt deine Bedürfnisse mit denen der Familie unter einen Hut bringen.

Suchdasglueck schreibt über Grenzen und wie sehr es dich entlastet, wenn du diese Grenzen anerkennst.

Das ist nur ein kleiner Auszug aus den Artikeln rund um das Thema, die du im Internet finden kannst.
Allein die Anzahl der Artikel zeigt schon, wie wichtig das Thema ist.

Schau einfach, welcher Ansatz dir zusagt. Wichtig ist nur, dass du mit kleinen Schritten startest und beginnst dich um dich selbst zu kümmern.

Bleib gelassen!

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Die seelische Belastung bei der Diagnose eines Brusttumors

Die Diagnose Brustkrebs oder auch Brusttumor konfrontiert Frauen im Vorfeld schon mit vielen Fragen. Sie bringt eine große seelische Belastung mit sich. Häufig werden die Frauen mit den Themen Selbstwert, Körperbewusstsein, Sexualität aber auch körperlicher Unversehrtheit, Tod und Endlichkeit, sowie mit der Frage um die eigene Lebenslust konfrontiert. Und dann sind da noch die medizinischen Fragen.

Brustkrebs - Brusttumor

Verena hat mir erlaubt, ihre Geschichte zu erzählen. Natürlich heißt Verena nicht Verena. Diese Anonymisierung hat sie sich ausgebeten.

Verenas Geschichte

Ich arbeite schon länger mit Verena zusammen. Heute sitzt sie mir gegenüber und stockt. Ich schaue sie an und warte. Plötzlich holt sie tief Luft und beginnt zu erzählen.

Körperliche Unversehrtheit und Empfindungsfähigkeit

„Das Schlimmste für mich war nicht der Tumor. Das Schlimmste war, dass an dem einzigen Körperteil an mir rumgeschnippelt werden sollte, den ich an mir wirklich mochte. Dieses Gefühl von `jetzt komme ich unters Messer´.“

[ctt template=“11″ link=“6kEZ7″ via=“no“ ]\„Das Schlimmste für mich war nicht der Tumor. Das Schlimmste war, dass an dem einzigen Körperteil an mir rumgeschnippelt werden sollte.\“ [/ctt]

Verena ist eine aparte Frau. Sie hat auffallend wache und ausdrucksvolle Augen, schön geschwungene Lippen und lange feingliedrige Finger. Mir fallen also noch eine Menge Körperteile an ihr ein, die ich als schön bezeichnen würde. Doch auf mich kommt es nicht an ;-)

„Weißt du, ich bin ja nicht gerade schlank. Meine Schenkel sind zu dick und mein Becken ist viel zu breit. Aber meinen Busen habe ich immer gemocht. Trotz meines Alters war alles noch straff.
Aber selbst wenn es nicht so wäre, ich hätte mich nie freiwillig unters Messer gelegt. Ich hätte viel zu viel Angst gehabt, dass meine Empfindungsfähigkeit eingeschränkt wird. Meine Brust ist für mich ein wichtiges Empfindungsorgan.

Und dann das. Ich hatte keine Wahl mehr. Ich musste mich hineinschneiden lassen.“

Ich nicke. Ja, ich weiß. Ich kann das so gut verstehen.

Körperbewusstsein, Selbstwert, Selbstbild und Fremdbild

Verena: „Plötzlich stand ich vor der Frage: Was würde ich tun, wenn sie meine Brust ganz abnehmen müssen? Würde ich sie wieder aufbauen lassen? Oder könnte ich mich mit den Brustprothesen abfinden?

Ich gehe gerne in die Sauna. Könnte dich die Blicke dort ertragen?“

Wieder nicke ich und lasse sie reden. Alles sprudelt aus ihr heraus.

„Ich habe darüber nachgedacht, ob ich für meinen Mann dann noch attraktiv wäre. Und nach einer Zeit bin ich draufgekommen, dass seine Meinung ziemlich egal ist. Auch wenn er mit der neuen Verena leben könnte. Es kommt doch darauf an, ob ich es kann. Kann ich mich noch in den Spiegel schauen, ohne zu heulen, ohne mich vor mir selbst zu schämen und ohne mir verstümmelt vorzukommen.

Es schien mir vor der OP wie eine Verstümmelung. Denn ich habe beide Kinder gestillt. Gleichzeitig war ich so dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte und dass das alles nicht vorher passiert ist.

An guten Tagen habe ich mir gesagt, dass das alles nicht wichtig ist. Ich möchte nur heil aus der Sache rauskommen. Alles was zählt, ist das Überleben. Ich hatte eine Ahnung davon, dass ich auf mich stolz sein würde, wenn ich es geschafft hätte.

Und dann waren da wieder die anderen Tage. Die an denen ich mir Sorgen machte. Meistens war das direkt nach einem Arztbesuch oder einer Untersuchung.“

[ctt template=“11″ link=“2B7Wd“ via=“no“ ]\“Alles was zählt, ist das Überleben. Ich hatte eine Ahnung davon, dass ich auf mich stolz sein würde, wenn ich es geschafft hätte.\“[/ctt]

„Ja, ich kann dich so gut verstehen.“, sage ich. Und es ist so. Ich kenne diese und ähnliche Fragen aus meiner eigenen Geschichte.

Eigene Endlichkeit und Lebenslust

Verena fährt fort:

„An diesen Tagen habe ich auch nachgedacht, ob ich bereit wäre zu gehen. Kann ich meine Familie schon allein lassen? Habe ich alles getan, damit sie gut ohne mich weiter gehen können?

So komisch es klingt, diese Fragen haben mich nicht nur gequält, sondern mir gleichzeitig Kraft gegeben. Sie machten mir immer wieder bewusst, dass ich noch nicht bereit bin, zu gehen. Ich will noch so viel erleben. Ich will sehen, dass meine Kinder die Schule fertig machen, dass sie studieren. Ich will wissen, welchen Beruf sie ergreifen.

Ich möchte noch so vieles ausprobieren. Ich möchte die Welt sehen.

Und ich möchte noch schöne Jahre mit meinem Partner verbringen.“

Verena wurde bereits vor einigen Wochen operiert. Sie hat nur eine kleine Naht. Die histologische Untersuchung war so weit in Ordnung. Das Gewebe war zwar malign, aber der Tumor konnte restlos entfernt werden. Demnächst diskutiert das Tumorboard, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.

Obwohl Verena bereits die OP gut hinter sich gebracht hat, spricht sie in der Gegenwart. Sie ist geistig und seelisch noch in dieser Situation.

Solange sie nicht weiß, wie es weiter geht, kann sie nicht abschließen.

Medizinische Fragen

„Weißt du, sie haben gesagt, dass der Tumor hormonsensitiv ist. Daher diskutieren sie, ob ich jetzt Hormone nehmen soll. Ich finde das gruselig. Hormonsensitiv, wie das klingt.“

Ich lache. „Das haben sie bei mir damals auch gesagt. Und ich war ziemlich geschockt. Bis mir eingefallen ist, dass es sich um einen Brusttumor handelt. Die Brust ist an und für sich ein hormonsensitives Gewebe. Sonst könnten wir keine Milch produzieren, sonst hätten wir im Falle von PMS kein Ziehen in der Brust. Das heißt, die meisten Zellen einer gesunden Brust sind ebenfalls hormonsensitiv.“

Jetzt lacht Verena ebenfalls.

Angst

„So habe ich das gar noch nicht gesehen. Du hast Recht. Wow, ein Satz von dir und die Angst zieht sich zurück. Jetzt kann ich gleich viel entspannter auf das Ergebnis vom Tumorboard warten.“

Auch bei Verena ist, wie bei mir damals, alles gut ausgegangen. Trotzdem war sie überrascht, wie lange sie gebraucht hat, um sich zu erholen.

Regenerationszeit

Es ist nicht der Eingriff. Wenn „nur“ ein Tumor entfernt wird, ist das keine große Sache. Ein Tag Krankenhausaufenthalt – und schon ist alles erledigt.

Es sind die Fragen, die so eine Diagnose aufwirft. Es ist die Erschütterung deines Lebens, die so viel Kraft kostet.

Es ist auch die Dankbarkeit, dass es gut ausgegangen ist – und dass es bei so vielen anderen Frauen nicht so gut ausgeht.

All das kostet Kraft, nimmt Energie und raubt dir den Schlaf.

Und es braucht eine Menge Zeit, um all das gut zu verarbeiten. Viel mehr Zeit, als du selbst anfänglich glaubst. Oft auch mehr Zeit, als dir die Umwelt zugesteht. Gerade dann, wenn alles gut ausgegangen ist, ist das Verständnis enden wollend. Frauen werden gefragt, warum sie immer noch müde und nicht voll leistungsfähig seien. Es war ja nur eine verhältnismäßig kleie OP.

Auch wenn Chemo oder Bestrahlung notwendig sind, gibt es gute Tage, an denen kaum auffällt, dass diese Frauen krank sind. Sie selbst fühlen sich aber nicht voll leistungsfähig. Sie sind nicht so belastbar, wie vor der Krankeit. Außerdem hängt nicht jeder seine Krankheit an die große Glocke. Oft wissen im Umfeld nur wenige, ausgewählte Personen Bescheid.

Wenn du Unterstützung brauchst, um das Chaos in deinem Hirn aufzudröseln, dann melde dich bei mir. Ich verstehe dich und weiß, wie es dir geht.

Schreib mir am besten ein E-Mail, nutze das Kontaktformular oder rufe mich an. Meine Telefonnummer findest du ebenfalls auf meiner Kontaktseite.

Deine

 

 

 

 

 

 

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Sabine Machowski verrät heute wie sie KISSS für Mütter lebt. Sie unterstützt Mütter dabei achtsam den eigenen Bedürfnissen gegenüber zu sein und gelassener und entspannter zu werden.

Gemeinsam den Familienalltag leichter und freudiger gestalten

Vielleicht ging es Dir ähnlich wie mir, dass Du auf einmal mit dem Mutterwerden ein paar Dinge besser verstehen konntest, die Deine Freunde gemacht haben, die schon vorher Eltern geworden waren, was Dich aber damals verwundert oder vielleicht sogar geärgert hat.

Naja, als ich dann selbst Mutter wurde, habe ich einiges an mir neu entdeckt, was eben vorher bei mir in der Rolle der reinen Betrachterin auch einmal zu Irritationen geführt hatte.

Außerdem habe ich als Mutter wie auch in meiner jahrelangen Arbeit mit Klientinnen festgestellt, dass es so viele verschiedene Konzepte von einem glücklichen und leichten und freudigen Familienalltag gibt, dass es hier eben kein allgemeines Richtig und Falsch gibt, sondern jede Familie, jedes Paar in seinem eigenen ganz besonderen Familienleben für sich einen Weg finden muss. Und dieser Weg ändert sich auch immer mal. Außerdem ist es ganz hilfreich, einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen, um eigene Rituale und Glaubenssätze zu hinterfragen und mal etwas Neues zuzulassen und auszuprobieren.

Da meine Tochter noch in den Kindergarten geht, habe ich natürlich persönlich als Mutter noch nicht alle Familienphasen persönlich erlebt… ;-)

KISSS für Mütter – Ein Plädoyer für mehr Leichtigkeit von Ilse Lechner hat mich sozusagen eingeladen, einmal zu reflektieren, was in meinem eigenen Leben und im Leben meiner Freunde und näheren Bekannte so anders läuft seit dem Mutterwerden bzw. Elternwerden. Und da sind einige Dinge dabei, die bewusst so gewählt werden, um den Alltag und Familien etwas leichter zu gestalten.

Ob das etwas ist, was auch etwas für Dich oder Euch ist, kann ich nicht beurteilen. Aber gerne kannst Du die Ideen und Erfahrungsberichte zusammen ja wie eine Werkzeugkiste betrachten, aus der man das herausnimmt, was man für seine eigene Wohnung und sein konkretes Möbelstück oder sein Vorhaben im Moment benötigt.

Nun aber zu meinen Empfehlungen für Dich als Mutter, um Dir Deinen und Euren Alltag zu erleichtern:

1. Sich gegenseitig abwechseln

Dies ist vor allem bei Babys und kleinen Kindern sehr hilfreich. Während der eine sich mal ausruht, kann der andere etwas mit dem Kind unternehmen und umgekehrt. Also nicht immer alles gemeinsam erledigen, sondern durch das Aufteilen etwas effizienter werden. Doch hier ist es wichtig, immer noch auf genügend Zeit zu zweit oder als Familie zu achten, damit nicht alles parallel und alleine stattfindet.

Doch gerade als Mutter ist es wichtig, dass Du Dir hier überlegst, was Du für Dich brauchst, die Zeit alleine, die Zeit für den Sport, die Zeit für einen entspannten Friseurbesuch, die Zeit für ein Kaffeetrinken mit Deiner Freundin.

Mein Tipp für Dich:

Überlege mal, was im Moment bei Dir im Alltag gemeinsam erledigt wird und vielleicht für Dich oder Deinen Partner eine freie Zeit bedeuten kann, wenn Ihr das aufteilt?
(z.B. der Wochenendeinkauf, das Geschenkebesorgen….)

2. Unterstützung suchen und annehmen

Hier geht es darum, nach externen Ressourcen zu schauen. Versucht mal über den Tellerrand hinauszuschauen. Wen gibt es da, der Euch in ein paar Dingen unterstützen kann? Kann direkt nach der Geburt die Oma etwas für Euch kochen oder können Oma und Opa mit dem Geschwisterkind spazieren oder zum Turnen gehen? Kann das eine Kind bei Oma und Opa sein und Du kannst mit Deinem anderen Kind intensivere Zeit alleine verbringen?

Oder gibt es eine „fremde“, aber vertrauensvolle Unterstützung, wie zum Beispiel einen Welcome-Service für die ersten 3 bis 6 Monate oder eine Studentin, die zum Babysitten kommt?

Hilft es am Ende der Schwangerschaft oder nach der Geburt oder nach dem beruflichen Wiedereinstieg, die Bügelwäsche einer Bügelfrau zu geben, oder regelmäßig alle ein bis zwei Wochen jemanden zum Putzen zu engagieren?

Ist es mühselig, mit zwei kleinen Kindern in Eure Wohnung zu kommen, dann ist vielleicht zeitweise ein Lieferservice für Lebensmittel oder eine Bio-Kiste oder für Getränke sinnvoll.

[ctt template=“11″ link=“SciU9″ via=“no“ ]Vielleicht ist zeitweise ein Lieferservice zur Entlastung sinnvoll?[/ctt]

Oder musst Du manchmal länger arbeiten und wärest froh, wenn jemand Dein Kind aus Kita oder Kindergarten oder Schule mitnimmt? Dann frage mal in Deinem Freundeskreis oder bei netten Familien in Kita oder Kindergarten oder Schule. Vielleicht könnt Ihr Euch hin-und-wieder gegenseitig unterstützen und abwechseln.

Wir haben so manche längeren Weiterbildungen und Urlaubsvorbereitungen gut meistern können.

Gleiches gilt für die Fahrdienste, sobald die Kinder etwas älter werden. So können Eure Kinder an den Hobbies teilnehmen, aber Du musst nicht mehrmals die Woche den Fahrdienst übernehmen.

Hier hat jeder sicherlich eine unterschiedliche Haltung und Vorstellung zu wie auch andere externe Ressourcen. Aber lass hier einmal etwas zu, was vorher vielleicht noch nicht denkbar war.

Mein Tipp für Dich:

Überlege mal, wo Du jemanden fragen könntest, ob er etwas (zeitweise) übernehmen oder Dich unterstützen könnte?
(z.B. Großeltern, Geschwister, gute Freunde, Putzfrau …)

3. Freizeit mit Deinem Kind auch für Dich angenehm gestalten

Gerade letztens habe ich mit den Teilnehmern meiner „Auszeit für Mütter“ darüber gesprochen, dass es zulässig und auch wichtig ist, dass Du als Mutter bei den Aktivitäten mit Deinem Kind und mit anderen auch selbst Freude hast.

So möchtest Du vielleicht nicht regelmäßig Treffen haben mit Müttern, die Dir nicht so liegen, aber die Kinder sich verstehen. Wenn Du gequält hingehst und Dich langweilst oder ärgerst, hat Dein Kind am Ende auch nichts davon.

Hier ist es oftmals sehr hilfreich, sich einzugestehen, was man wirklich möchte und was nicht und auch ein bewusstes NEIN zu sagen. Auch wenn das erst unangenehm ist, ist das eine wichtige Form der Selbstfürsorge.

Außerdem musst Du als Mutter nicht das Kneten lieben oder stundenlang Bilder malen wollen oder Schwimmen gehen. Vermutlich hat jede Mutter etwas, was sie nicht so gerne macht. Und dafür ganz andere Dinge, die ihr und ihrem Kind viel Spaß machen. Dann mache doch das mit Deinem Kind. Wenn Du gerne Kuchen backst und dabei gut Abstand zum Alltagstrubel bekommst und Dein Kind Spaß daran hat, dann macht das doch öfters mal zusammen.

Mein Tipp für Dich:

Schau Deinen Familienkalender an und markiere, welche Aktivitäten und Treffen Dir auch Freude bereiten und was mehr Pflicht ist. Und überlege, wo Du Nein sagen kannst und mit Deinem Kind etwas anderes schönes für Euch beide machen kannst.

[ctt template=“11″ link=“e3NEa“ via=“no“ ]Schau Deinen Familienkalender an und markiere, welche Aktivitäten und Treffen Dir auch Freude bereiten und was mehr Pflicht ist. [/ctt]

(z.B. Freunde treffen, die Euch beiden Freude bereiten, etwas nur zu zweit unternehmen …)

Wenn Du als Mutter ein paar weitere Reflexionsfragen sowie Ideen für einen gelassenen, entspannten und achtsamen Alltag als Mutter haben möchtest, dann schau Dir mein kostenloses eBook an. Hier erfährst Du mehr über mein eBook für Dich!

Ich wünsche Dir einen leichten und freudigen Familienalltag!

 

Herzlichst

Sabine Machowski von BusyMom

Sabine Machowski ist Diplom-Psychologin, Systemischer Coach und Mutter.

Auf ihrer Seite BusyMom unterstützt sie Mütter dabei, gelassener und entspannter zu werden, mehr Achtsamkeit und Selbstfürsorge in ihren Alltag zu integrieren, aktiv Stress zu bewältigen und damit einen Burnout vorzubeugen.

Außerdem hilft sie Müttern durch Personal Coaching dabei, ihre neuen verschiedenen Rollen als Mutter zu reflektieren und zu gestalten. Im Coaching wie in Trainings unterstützt sie darüber hinaus bei der beruflichen Neupositionierung als Mutter nach Elternzeit und Erziehungszeit.

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