Ausmisten und den Kopf frei machen bringt Leichtigkeit

Seit nahezu drei Wochen sitze ich nicht nur an der Planung für das nächste Semester, nein, ich habe mir für diesen Sommer auch noch ein anderes Ziel gesetzt:

Ich möchte klar Schiff machen!

Konkret bedeutet das, dass ich mir täglich einen Raum, oder bei großen Räumen einen Teil davon, vornehme und ausmiste. Rigoros!
Ich möchte mehr Leichtigkeit in mein Leben bringen! Und da das Äußere ein Spiegel des Inneren ist – und umgekehrt – setze ich an beiden Enden an.

Nachdem es in den Monaten Juli und August erfahrungsgemäß etwas ruhiger ist, nütze ich die Zeit: Für mich! Ja, tatsächlich: Meine Coaching-Ausbildung hat auch dazu beigetragen, mich mehr um mich selbst zu kümmern. Es ist für mich eine Frage der Wahrhaftigkeit. Ich kann nicht Klienten gute Tipps geben, ohne selbst danach zu leben. So hat sich also mein Leben verändert.

Ich meditiere täglich zumindest eine Stunde, ich bereite mich für den Herbst vor und ich miste aus.
Nachdem jetzt schon über zwei Wochen vergangen sind, kann ich auch die ersten Erfolgsmeldungen bringen. Das Bad wurde schon erfolgreich auf den Kopf gestellt und von etlichen Tuben und Döschen, die kein Mensch mehr braucht, befreit. Es ist zwar noch nicht ganz so frei, wie ich es gerne hätte, aber der Anfang ist gemacht. Herrlich!

In den letzten beiden Tagen war die Garage dran. Die Reihenfolge ist – zugegebenermaßen – etwas unorthodox, aber ich richte mich ganz nach meinem Gefühl. Das, was mir mein Bauch sagt, wird gemacht. Auf diese Art und Weise hat uns heute ein ganzer Umzugskarton voll Bastelsachen verlassen und hat ein neues zu Hause gefunden. Da ich mich von meinen Besitztümern nur schwer trennen kann, ist es für mich immer leichter, wenn sie noch jemandem von Nutzen sind.
Demnächst wird mich ein großer Sack Bücher über das Tanzen verlassen. Über diesen freut sich schon eine liebe Kollegin, die Musikkurse für Kinder gibt.
Dieses Ausmisten hat aber noch einen anderen Effekt. Ich setze mich damit auseinander, was für mich noch nützlich ist und was seinen Nutzen (für mich) verloren hat. Wertvolles wird von (für mich) Wertlosem getrennt. Das schafft nicht nur Raum, es vereinfacht auch; und es wirkt wie ein Wegweiser. Die Dinge die übrig bleiben, geben eine Richtung vor. Gleichzeitig verabschiede ich mich von einem Teil meines Lebens, der nicht mehr zu mir passt. Das ist manchmal schmerzhaft. Ich nehme Dinge in die Hand, drehe und wende sie … und gebe mir dann einen Ruck: Weg damit! Dann passiert das kleine Wunder: Ich bin erleichtert, denn ich habe buchstäblich Ballast abgeworfen.

Langsam merke ich auch geistig die ersten Veränderungen. Ich entdecke neue Seiten an mir! Nicht, dass sie nicht vorher schon da gewesen wären. Ich hab sie bloß nicht wahrgenommen! Spannender Weise haben sie liebe Freunde und auch Fremde sehr wohl sehen können. Auf einmal kann ich diese Seiten auch sehen. Was mir da wohl die Sicht verstellt hatte?

Ich werde die Entwicklung auf alle Fälle weiter beobachten!

Wenn auch du deinen Ballast los werden willst, dann freue ich mich über eine Kontaktaufnahme.

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!
4 Kommentare
  1. Dagmar Hampel sagte:

    Liebe Ilse,

    wunderschön geschrieben – ganz so, als hättest Du es mir direkt erzählt!
    Und auch Deine Beobachtungen: „Wertvolles wird von (für mich) Wertlosem getrennt. bzw. Ich entdecke neue Seiten an mir! – Auf einmal kann ich diese Seiten auch sehen.“ – ein wunderbares Beispiel dafür, welche positiven Auswirkungen „Ausmisten“ haben kann! Viele Grüße! Dagmar

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  2. entfaltungsparadies sagte:

    Liebe Birgit, ich freue mich auch über diese Entwicklung. Es drängt mich schon lange, das alte Gerümpel loszuwerden, aber bis jetzt war die Zeit noch nicht wirklich reif. Jetzt aber habe ich das Gefühl, dass sich Schleusen auftun werden, wenn ich fertig bin :-)
    Das nächste Ziel ist schon im Kopf, aber erstmal möchte ich dieses Ziel erreichen und voll auskosten.

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  3. Birgit Geistbeck sagte:

    Liebe Ilse, das ist ein wunderbarer Artikel über die heilsamen Folgen des Loslassens. Du bist ein tolles Beispiel dafür, wie sehr wir mit dem materiellen Gerümpel auch inneres Gerümpel loswerden.

    Ich freue mich mit dir, dass dir das Ausmisten so viel Freude macht und so viel bringt.

    Lieben Gruß
    Birgit

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