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Schnell, effizient und abwechslungsreich kochen

Schnell, effizient und abwechslungsreich kochen

Die Anforderungen, die Mütter an sich selbst stellen, sind manchmal riesig. Gerade beim Essenkochen beobachte ich das immer wieder.

Gesund soll es sein, frisch, schmackhaft, abwechslungsreich … und dann noch die Königsdisziplin rasch und einfach.

Mein Prämisse im Alltag lautet auch beim Kochen KISSS – Keep it short, smart and simple. Tasty ist eines der Attribute die schon der Kinder wegen sein mussten.

So habe ich über die Jahre einige Tricks zusammengetragen, damit es beim Kochen nicht nur rasch geht, sondern auch „Einzeltäter“ gut versorgt sind.

Das habe ich nämlich immer am Schwierigsten gefunden: Wenn jedes Familienmitglied zu einem anderen Zeitpunkt hungrig nach Hause kam. Eine um 13:00 Uhr, einer um 14:30 und um 19:00 Uhr der liebe Ehemann. Jeder kam hungrig zur Tür rein und ich hatte den ganzen Nachmittag das Gefühl, ich wäre nur am Kochen und Essen wärmen.

Eintopfgerichte

Auf Eintopfgerichte (link setzen) und ihre Vielfältigkeit ist ja die liebe Susanne Dahl in diesem KISSS-Artikel schon eingegangen.

Großmengen

Bei einigen Gerichten, ist es kaum Mehraufwand, wenn du große Mengen kochst. Einige werden sogar besser. So planst du quasi einen Überschuss mit ein, den du portionsweise einfrieren kannst. Die meisten dieser Gerichte lassen sich im Topf, im Backrohr oder auch in der Mikrowelle problemlos erwärmen.

Meine Favoriten für Großmengen

Sugo für Pasta

Ich mache immer gleich von 2 kg Faschiertem Sugo. Gleich nach dem Kochen fülle ich die nicht benötigte Menge noch heiß in Marmeladegläser. Nach dem Abkühlen ist dieses Sugo problemlos für einige Zeit im Abstellraum oder Keller.

Das gleiche geht übrigens auch mit reinem Tomaten- oder Gemüsesugo.

Lasagne

Lasagne wird bei mir ein einer sehr großen Auflaufform gemacht. Das langt im Normalfall für ca. 10 bis 12 gute Esser. Nachdem wir nur zu viert sind. Bleiben dabei immer gleich ein paar Portionen zum Einfrieren.

Überbackene Topfenpalatschinken

Wir Österreicher sind ja bekennende Schleckermäuler. Auch Topfenpalatschinken werden in der großen Auflaufform gemacht. Mit einer Gemüsesuppe davor ist das eine köstliche Mahlzeit.

Strudel in allen Variationen

Ob mit Strudelteig, Blätterteig oder Mürbteig, ob süß oder pikant. Strudel eignen sich super zum Einfrieren oder auch um sie wieder aufzuwärmen.

Aufläufe süß und pikant

Die meisten Aufläufe und Gratins eignen sich gut für das wieder aufwärmen. Egal ob es sich um Reisauflauf, Hirseauflauf, Kartoffelgratin oder Ähnliches handelt. Probier es einfach aus.

Braten

Von einem Braten bleibt meistens etwas übrig. Bei mir kommen die Reste am nächsten Tag mit ganz anderen Beilagen auf den Tisch und schon schmeckt es wieder und die Abwechslung bleibt gewahrt. (Auf dem Titelbild habe ich einen Ridsbraten zur Abwechslung mal mit einem Erdapfelpürree / Kartoffelpürree aus Violetta gemacht. Es war herrlich farbenfroh und hatte eine leichte Maroninote.

Wandelbare Gerichte

Eine andere Art beim Kochen Zeit zu sparen: Gerichte, die ein, zwei Tage später in abgewandelter Form auf den Tisch zu kommen. Der Kochaufwand reduziert sich dadurch erheblich, weil nicht alles ganz frisch gekocht wird. Der Trick ist auch hier von Haus aus etwas mehr zu kochen, als am ersten Tag gebraucht wird.

Grillhähnchen – Risipisi

Gibt es an einem Tag Grillhähnchen mit Beilagen (Reis, Pommes, Salat), dann eignen sich die Reste hervorragend um am nächsten Tag die Reste vom Huhn gemeinsam mit Reis und Erbsen aufzutischen. Der beim Grillen entstandene Saft gibt dem Reis Aroma.
Eine Kindheitserinnerung für mich ist Risipisi mit Apfelkompott. Wenn du das nicht kennst und die Kombination süß mit Fleisch magst, solltest du es unbedingt ausprobieren.

Beilagenreis

Wenn du an einem Tag Reis als Beilage kochst, dann koche doch etwas mehr. Du kannst am nächsten Tag eine bunte Gemüsepfanne dazu machen.

Gekochte Kartoffel – Röstkartoffel

Genauso verhält es sich mit gekochten Kartoffeln, die an einem Tag Beilage waren. Bleiben gekochte Kartoffel übrig, so kannst du sie am nächsten Tag mit Zwiebeln zu Röstkartoffeln machen und dazu Spinat mit Spiegelei servieren.

Gekochtes Rindfleisch – Rindfleischsalat

Gibt es an einem Tag gekochtes Rindfleisch, dann kannst du die Fleischreste am nächsten Tag kalt zu einem schmackhaften Rindfleischsalat verarbeiten.

Basisnockerl

Einfache Nockerl (Wasserspatzen) kannst du je nach Lust und Laune verschieden zubereiten. Als Eiernockerln, Käsenockerl oder auch mal mit einer Gemüsesauce. Das Wasserspatzen-Rezept das ich hier verlinkt habe, ist übrigens vegan.

Wenn der Hut brennt

Ich habe einige Basislebensmittel, die immer zu Hause sein sollten. Damit lassen sich im Notfall ganz schnell super Gerichte zaubern. Keines dieser Gerichte braucht länger als 25 Minuten.

Basislebensmittel

  • Spaghetti
  • Pesto
  • Trüffelöl
  • Mehl
  • Eier
  • Topfen

Die Blitzgerichte

  • Spaghetti mit Pesto
  • Spaghetti mit Trüffelöl und Salat
  • Kaiserschmarrn
  • Omlette (je nachdem was im Kühlschrank ist ergänzt mit Käse, Schinken, Gemüse)
  • Topfennockerl (nach Wunsch süß oder pikant)
Hier noch mein Basis-Rezept für Topfennockerl

Dazu vermischt du ¼ kg Topfen (Quark) mit einem Ei, etwas Salz, jeweils 2 Esslöffel Mehl, Grieß und Brösel. Während du das Wasser kochst, lässt du den Teig ziehen.

Pikant: Füge dem Teig einen Löffel Curry, etwas Paprika oder Kräuter hinzu. Stich Nockerl aus, die du langsam im kochenden Wasser für 7 – 10 Minuten ziehen lässt. Dazu kannst du eine einfach Kräutersauce aus Joghurt oder Rahm mit Salz und Kräutern reichen.

Süß: Aus dem Teig Nockerl stechen und wie oben beschrieben kochen. Danach in Brösel, geriebenen Nüssen oder geriebenen Mohn wälzen. Mit etwas Zucker bestreuen. – Fertig!

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren und dir auch Lust machen, selbst kreativ zu werden. Wenn du auf diese Art kochst, hast du jeden Tag zumindest einen Anteil der ganz frisch zubereitet auf den Tisch kommt. Du kannst zeitsparend und abwechslungsreich kochen und verwertest auch noch die Reste.

KISSS – Keep it short, smart and simple! – Auch in der Küche.

 

 

 

 

 

 

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So findest du die Balance zwischen Selbstfürsorge und Familie

Sabine Machowski und ich geben in diesem Podcast Tipps, wie du die Balance zwischen Selbstfürsorge und Familie finden und halten kannst.

Bereits im Oktober habe ich bei Sabine Machowski auf dem Blog einen Gastartikel verfasst, in dem ich meine 12 Tipps verraten habe, wie du die Balance zwischen Selbstfürsorge, Familie und Partnerschaft halten kannst. Damals haben Sabine und ich uns gedacht, dass dieses Thema so wichtig ist, dass wir gerne noch einmal miteinander plaudern wollen. Daher hörst du heute auf dem Podcast ihre Sicht der Dinge.

Dies ist übrigens der erste Podcast, den du dir auch ansehen kannst. Weiter unten kannst du das Interview anhören, bzw. das Audio downloaden.


Hier kannst du die Episode herunterladen. (Einfach auf den link klicken, danach die rechte Maustaste klicken und „Audio speichern unter“ wählen)

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Wie Kinderreime, Kniereiter und Co zum Fremdsprachenerwerb beitragen

Wie Kinderreime, Kniereiter, Fingerspiele und Lieder zum Fremdsprachenerwerb beitragen

Zweitsprache lernen

 

Diesmal unterhalte ich mich mit Mag. Birgit Bauer. Birgit ist Leiterin von den Instituten Der Pauker und Bildungsraum. Sie ist selbst zweisprachig aufgewachsen und Sprachenlernen ist in beiden Instituten ein großes Thema. Wir gehen gemeinsam der Frage nach, wie Kinderreime, Kitzelspiele, Fingerspiele und Co den Spracherwerb im Allgemeinen und den Fremdsprachenerwerb im Speziellen unterstützen. Als Expertin gibt Birgit auch Tipps, wie du dein Kind gut an eine Zweitsprache heranführen kannst.

Hier kannst du die Epixode herunterladen. (Einfach auf den link klicken, danach die rechte Maustaste klicken und „Audio speichern unter“ wählen)

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So machst du dir den Familienalltag leichter

Vivien Schulter ist Motivationsexpertin und eine absolute Frohnatur. Sie ist einer der positivsten Menschen, die ich kenne. Und sie verrät dir heute, wie sie sich ihr Leben im Allgemeinen – und den Familienalltag im Speziellen – leicht macht. Sicher kannst auch du davon einiges für dich und deine Familie umsetzen.

Ich mach es mir leicht

Ich darf heute für meine liebe Kollegin Ilse Lechner und Ihr Entfaltungsparadies (m)einen KISSS Artikel schreiben 😊

Du kennst KISSS nicht? Keep it short, smart & simple

Es geht also darum, wie ich mir mein Alltagsleben mit Kind, Mann, Business und SelbstSEIN erleichtere. Vielleicht findest Du ja den einen oder anderen Ansatz für mehr Leichtigkeit in Deinem Leben.

Das sind WIR

Mailo, 3-jähriger Feuerwehrmann, der Zuhause betreut wird.

Papa, hat sich die letzten 1,5 Jahre eine berufliche Auszeit gegönnt und war hauptberuflich Papa. (Ab Juli wieder Vollbeschäftigt)

Ich arbeite als selbstständige KinderMUT, FamilienSTARK und SelbstSEIN Trainerin, dass Off- und Online.

Spike & Charly (unsere tierischen Begleiter)

 

Wir leben ein sehr freies Leben und unser WERT „Freiheit“ ist unser größtes gedankliches Gut.

Ilse hat mir einige Leitfragen an die Hand gegeben, die ich gerne für Dich beantworte.

 

Leichter Familienalltag

In erster Linie erleichtert die Selbstbestimmung unseren Familienalltag. Jeder von uns dreien lebt seine Bedürfnisse in (meist) harmonischer Gemeinsamkeit. In unserem Fall bedeutet das, dass Mailo, Papa und ich jeder sein Bedürfnis inklusive der dazugehörigen Emotionen kommunizieren darf.

Mailo entscheidet selbstständig wann er schlafen oder aufstehen will, er ißt was er ißt und spielt was Ihm Spaß macht!

Ich arbeite viel von Zuhause (auch neben meinem Sohn) und wenn es Auswärtstermine gibt, helfen Oma und Opa oder Mailo begleitet mich!

Schon mit der Schwangerschaft war für mich KLAR, dass ich zukünftig SELBSTBESTIMMEN möchte, wann ich arbeiten gehe. Die dadurch freie Zeiteinteilung und die KLARE Entscheidung für unseren Weg erleichtert zusätzlich unser Familienleben.

Rationalität im Familienbusiness

Um durchdacht, effektiv und schnell zu arbeiten muss ich im Flow sein! Egal ob es um den Hausputz, die Essenszubereitung, mein Business oder die Organisation der Spielausflüge ist.

Wenn ich in meiner inneren Balance bin, dann „flutscht“ auch unser Familienbusiness 😉

Ich sammle positive Gedanken auf Vorrat

Im beruflichen Bereich habe und arbeite ich höchstens mit Ideen auf Vorrat. Jedes Mal, wenn ich vorarbeiten möchte, entsteht bei mir ein größerer Druck als wenn ich impulsartig arbeite.

Egal, ob es um meine Newsletter, Blogartikel, Online Produkte oder Seminare geht – ich habe mir angewöhnt, mir und meinen intuitiven Fähigkeiten zu vertrauen.

Das, was ich wirklich auf Vorrat sammle – sind positive Gedanken, Gefühle und Motivation. Das hört sich vielleicht jetzt komisch an, aber ich glaube das das unheimlich WICHTIG ist, um gerade bei den „schwereren“ Phasen dranzubleiben!

Egal ob Du traurig, wütend, ängstlich oder gestresst bist, Deine Gedanken kannst DU steuern!

Ich möchte Dir hier meine 3 effektivsten Wege zeigen, wie ich positive Gedanken sammle…

# Tipp 1 – Post its quer durchs Haus

Ich poste nicht nur auf Facebook, sondern quer durchs ganze Haus 😉 Post its mit positiven Gedanken zu mir. Sie erinnern mich an meine Träume, Ziele, Fähigkeiten und vieles mehr…

# Tipp 2 – Bewusstsein

Sei Bewusst und erinnere Dich an Situationen, in denen Du dich wohl gefühlt hast! Wann hast Du das letzte Mal gelacht? Wann warst Du so richtig aufgeregt? Wann hast Du die Liebe gespürt?

Hol Dir das Gefühl mindestens einmal am Tag hervor. Am besten machst Du das gleich morgens (zB. Beim Zähneputzen), dann startest Du mit einem positiven Gefühl in den Tag.

# Tipp 3 – Gute Laune Musik

Ich bin ja total der Musikfan. Musik kann ihn mir ganz intensive Gefühle erzeugen. Deshalb bin ich zum Beispiel immer wieder auf der Suche nach Guter Laune Musik. Ich frage Freunde und Bekannte, schau auf Youtube oder hole meine alten Kassetten von früher hervor. Morgens wenn wir aufstehen, geht’s relativ schnell in die Küche zum CD Player und wir tanzen unseren Guten Morgen Tanz 😊

Diesen Tipp wende ich auch an, wenn ich miesepetrig gelaunt bin (ja, das kommt auch bei mir mal vor). Ich bin dann das kleine trotzige Mädchen und sag mir selbst, dass ich jetzt sicher nicht „grantig“ bleibe! Mach den Player an und tanze los! Mailo ist jedes Mal mein begeisterter Tanzpartner ❤

Ich bin beim Sammeln von positiven Gedanken immer sehr einfallsreich und intuitiv, aber diese drei Tipps kommt auch bei meinen Kundinnen sehr gut an!

Mamahilfe

Ilse fragt in Ihrem KISSS Leitfaden, in welchen Situationen Mütter zusammenarbeiten sollten, um sich gegenseitig das Leben zu erleichtern? Und wie das gut gelingen kann?

Egal ob es mein Online oder Offline Business ist, ich bin überaus stolz eine Businessmum zu sein. Businessmum´s sind schon fast eine eingeschworene Clique. Alle haben ein ähnliches Ziel und ich erlebe die letzten Monate ganz besondere Mütter-Begegnungen.

Ich erlebe gegenseitige Unterstützung und Motivation. Sozusagen „Hilfe mit Rat und Tat“. Und so gelingt es meiner Meinung auch nach.

Ich bin zum Beispiel auf Facebook in vielen Mütter Gruppen, aber der Spirit in den unterschiedlichen Business-Mütter-Gruppen finde ich gleichermaßen herzlich und motiviert. Ganz im Gegensatz zu den reinen Eltern oder Mama Gruppen. Hier erlebe ich leider viel zu oft, gegenseitige Bewertungen und oft ein Ton den ich mehr als unangebracht finde. Das finde ich sehr schade und glaube das es das komplette Gegenteil von „erleichtern“ ist.

Wir Mamas (eigentlich die gesamte Menschheit) brauchen Zusammenhalt!
Haben wir den nicht ähnliche Ziele?

Eine gute Zusammenarbeit kann uns nur dann erleichtern, wenn wir MITEINANDER anstatt gegeneinander sind. Im privaten wie im beruflichen Sinn. ❤

Perfektionismus

Ich habe keine Spinnweben in meinem Haus –
das sind Öko Traumfänger

So in etwa, halte ich das bei uns Zuhause 😉 Putzen steht nicht auf meiner Prioritäten Liste. Ich habe es gerne sauber, aber das mache ich genauso intuitiv wie den Rest meines Lebens.

Wir genießen lieber das Leben und putzen nur „nebenbei“.

Organisation

Meine Organisation ist vielleicht abenteuerlich, aber immer mit Herz & Hirn

Ilse fragt auch noch, wie ich Geburtstagsgeschenke und Mitbringsel für Freunde organisiere.

Ehrlich gesagt, organisiere ich das nur selten. Ich fühle und schenke spontan. Mal etwas gekauftes, aber auch DIY Geschenke. Ich stöbere immer wieder auf DIY Blogs und auf Pinterest um meinen Liebsten eine Freude zu bereiten.

ICH bin ICH

Wie Du ja jetzt herauslesen konntest, bin ich eine sehr abenteuerlustige Businessmama. Mein ganz persönlicher KISSS Impuls für Dich ist daher:

Nimm es locker, mach Dir nicht zu viele Gedanken über äußerliche Gedanken oder Handlungen und bringe Verständnis und Motivation anderen gegenüber auf!

 

Ich möchte auch noch unbedingt das wunderbare Zitat von der englischen Schriftstellerin und Frauenrechtlerin, Mary McCarthy hierlassen –

„Wir sind die Heldinnen unserer eigenen Geschichte“

 

Ganz egal, ob Du meine KISSS Impulse umsetzten kannst oder nicht – frage Dich – Wie WICHTIG ist das für mein momentanes Weiterkommen?

 

Ich wünsche Dir auf alle Fälle ganz viele eigene KISSS Momente 😊

Außerdem möchte ich mich bei Dir liebe Ilse bedanken, dass ich bei Deiner KISSS Serie mitmachen durfte und ich freue mich schon auf ganz viele andere KISSS Impulse.

 

Ganz liebe Grüße, Vivien

 

 

Vivien Schulter, 38 Jahre jung, Mama eines 3jährigen Wunderwunschkindes und glückliche Ehefrau lebt in der sonnenverwöhnten Steiermark/Österreich. Mit dem vorerst lange unerfüllten Kinderwunsch, begann 2008 Ihr ACHTSAMER und BEWUSSTER Weg zum SelbstSEIN.
Heute unterstützt Sie Frauen deren SelbstSEIN Weg zu finden und außerdem trainiert Sie Kinder und Jugendliche mit mentalen Methoden zu mehr MUT, SelbstVERTRAUEN und SelbstWERT.
Du findest Sie entweder auf Ihrer FB Fanpage Inspiration & Motivation by Vivien
oder auf Ihrer Website www.vivienschulter.com
Mit Ihrer Kollegin, Marion Feuchter hat sie die gemeinsame Gruppe Ma Vi SelbstSEIN – Jetzt LEBE ICH! auf Facebook, wohin sie Dich gerne einlädt und Dir täglich eine #lebensfrage stellt.

 

 

 

 

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Brusttumor und seelische Belastung

Die seelische Belastung bei der Diagnose eines Brusttumors

Die Diagnose Brustkrebs oder auch Brusttumor konfrontiert Frauen im Vorfeld schon mit vielen Fragen. Sie bringt eine große seelische Belastung mit sich. Häufig werden die Frauen mit den Themen Selbstwert, Körperbewusstsein, Sexualität aber auch körperlicher Unversehrtheit, Tod und Endlichkeit, sowie mit der Frage um die eigene Lebenslust konfrontiert. Und dann sind da noch die medizinischen Fragen.

Brustkrebs - Brusttumor

Verena hat mir erlaubt, ihre Geschichte zu erzählen. Natürlich heißt Verena nicht Verena. Diese Anonymisierung hat sie sich ausgebeten.

Verenas Geschichte

Ich arbeite schon länger mit Verena zusammen. Heute sitzt sie mir gegenüber und stockt. Ich schaue sie an und warte. Plötzlich holt sie tief Luft und beginnt zu erzählen.

Körperliche Unversehrtheit und Empfindungsfähigkeit

„Das Schlimmste für mich war nicht der Tumor. Das Schlimmste war, dass an dem einzigen Körperteil an mir rumgeschnippelt werden sollte, den ich an mir wirklich mochte. Dieses Gefühl von `jetzt komme ich unters Messer´.“

Verena ist eine aparte Frau. Sie hat auffallend wache und ausdrucksvolle Augen, schön geschwungene Lippen und lange feingliedrige Finger. Mir fallen also noch eine Menge Körperteile an ihr ein, die ich als schön bezeichnen würde. Doch auf mich kommt es nicht an 😉

„Weißt du, ich bin ja nicht gerade schlank. Meine Schenkel sind zu dick und mein Becken ist viel zu breit. Aber meinen Busen habe ich immer gemocht. Trotz meines Alters war alles noch straff.
Aber selbst wenn es nicht so wäre, ich hätte mich nie freiwillig unters Messer gelegt. Ich hätte viel zu viel Angst gehabt, dass meine Empfindungsfähigkeit eingeschränkt wird. Meine Brust ist für mich ein wichtiges Empfindungsorgan.

Und dann das. Ich hatte keine Wahl mehr. Ich musste mich hineinschneiden lassen.“

Ich nicke. Ja, ich weiß. Ich kann das so gut verstehen.

Körperbewusstsein, Selbstwert, Selbstbild und Fremdbild

Verena: „Plötzlich stand ich vor der Frage: Was würde ich tun, wenn sie meine Brust ganz abnehmen müssen? Würde ich sie wieder aufbauen lassen? Oder könnte ich mich mit den Brustprothesen abfinden?

Ich gehe gerne in die Sauna. Könnte dich die Blicke dort ertragen?“

Wieder nicke ich und lasse sie reden. Alles sprudelt aus ihr heraus.

„Ich habe darüber nachgedacht, ob ich für meinen Mann dann noch attraktiv wäre. Und nach einer Zeit bin ich draufgekommen, dass seine Meinung ziemlich egal ist. Auch wenn er mit der neuen Verena leben könnte. Es kommt doch darauf an, ob ich es kann. Kann ich mich noch in den Spiegel schauen, ohne zu heulen, ohne mich vor mir selbst zu schämen und ohne mir verstümmelt vorzukommen.

Es schien mir vor der OP wie eine Verstümmelung. Denn ich habe beide Kinder gestillt. Gleichzeitig war ich so dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte und dass das alles nicht vorher passiert ist.

An guten Tagen habe ich mir gesagt, dass das alles nicht wichtig ist. Ich möchte nur heil aus der Sache rauskommen. Alles was zählt, ist das Überleben. Ich hatte eine Ahnung davon, dass ich auf mich stolz sein würde, wenn ich es geschafft hätte.

Und dann waren da wieder die anderen Tage. Die an denen ich mir Sorgen machte. Meistens war das direkt nach einem Arztbesuch oder einer Untersuchung.“

„Ja, ich kann dich so gut verstehen.“, sage ich. Und es ist so. Ich kenne diese und ähnliche Fragen aus meiner eigenen Geschichte.

Eigene Endlichkeit und Lebenslust

Verena fährt fort:

„An diesen Tagen habe ich auch nachgedacht, ob ich bereit wäre zu gehen. Kann ich meine Familie schon allein lassen? Habe ich alles getan, damit sie gut ohne mich weiter gehen können?

So komisch es klingt, diese Fragen haben mich nicht nur gequält, sondern mir gleichzeitig Kraft gegeben. Sie machten mir immer wieder bewusst, dass ich noch nicht bereit bin, zu gehen. Ich will noch so viel erleben. Ich will sehen, dass meine Kinder die Schule fertig machen, dass sie studieren. Ich will wissen, welchen Beruf sie ergreifen.

Ich möchte noch so vieles ausprobieren. Ich möchte die Welt sehen.

Und ich möchte noch schöne Jahre mit meinem Partner verbringen.“

Verena wurde bereits vor einigen Wochen operiert. Sie hat nur eine kleine Naht. Die histologische Untersuchung war so weit in Ordnung. Das Gewebe war zwar malign, aber der Tumor konnte restlos entfernt werden. Demnächst diskutiert das Tumorboard, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.

Obwohl Verena bereits die OP gut hinter sich gebracht hat, spricht sie in der Gegenwart. Sie ist geistig und seelisch noch in dieser Situation.

Solange sie nicht weiß, wie es weiter geht, kann sie nicht abschließen.

Medizinische Fragen

„Weißt du, sie haben gesagt, dass der Tumor hormonsensitiv ist. Daher diskutieren sie, ob ich jetzt Hormone nehmen soll. Ich finde das gruselig. Hormonsensitiv, wie das klingt.“

Ich lache. „Das haben sie bei mir damals auch gesagt. Und ich war ziemlich geschockt. Bis mir eingefallen ist, dass es sich um einen Brusttumor handelt. Die Brust ist an und für sich ein hormonsensitives Gewebe. Sonst könnten wir keine Milch produzieren, sonst hätten wir im Falle von PMS kein Ziehen in der Brust. Das heißt, die meisten Zellen einer gesunden Brust sind ebenfalls hormonsensitiv.“

Jetzt lacht Verena ebenfalls.

Angst

„So habe ich das gar noch nicht gesehen. Du hast Recht. Wow, ein Satz von dir und die Angst zieht sich zurück. Jetzt kann ich gleich viel entspannter auf das Ergebnis vom Tumorboard warten.“

Auch bei Verena ist, wie bei mir damals, alles gut ausgegangen. Trotzdem war sie überrascht, wie lange sie gebraucht hat, um sich zu erholen.

Regenerationszeit

Es ist nicht der Eingriff. Wenn „nur“ ein Tumor entfernt wird, ist das keine große Sache. Ein Tag Krankenhausaufenthalt – und schon ist alles erledigt.

Es sind die Fragen, die so eine Diagnose aufwirft. Es ist die Erschütterung deines Lebens, die so viel Kraft kostet.

Es ist auch die Dankbarkeit, dass es gut ausgegangen ist – und dass es bei so vielen anderen Frauen nicht so gut ausgeht.

All das kostet Kraft, nimmt Energie und raubt dir den Schlaf.

Und es braucht eine Menge Zeit, um all das gut zu verarbeiten. Viel mehr Zeit, als du selbst anfänglich glaubst. Oft auch mehr Zeit, als dir die Umwelt zugesteht. Gerade dann, wenn alles gut ausgegangen ist, ist das Verständnis enden wollend. Frauen werden gefragt, warum sie immer noch müde und nicht voll leistungsfähig seien. Es war ja nur eine verhältnismäßig kleie OP.

Auch wenn Chemo oder Bestrahlung notwendig sind, gibt es gute Tage, an denen kaum auffällt, dass diese Frauen krank sind. Sie selbst fühlen sich aber nicht voll leistungsfähig. Sie sind nicht so belastbar, wie vor der Krankeit. Außerdem hängt nicht jeder seine Krankheit an die große Glocke. Oft wissen im Umfeld nur wenige, ausgewählte Personen Bescheid.

Wenn du Unterstützung brauchst, um das Chaos in deinem Hirn aufzudröseln, dann melde dich bei mir. Ich verstehe dich und weiß, wie es dir geht.

Schreib mir am besten ein E-Mail, nutze das Kontaktformular oder rufe mich an. Meine Telefonnummer findest du ebenfalls auf meiner Kontaktseite.

Deine

 

 

 

 

 

 

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