Rund ums Selbst

Frau betrachtet sich im Spiegel selbst, Text: Begriffe rund ums Selbst

Alle Begriffe, die sich um das Thema Selbst-… drehen sind nicht nur für die kindliche Entwicklung, sondern auch für Eltern sehr wichtig.
Die meisten Eltern wünschen sich auf Nachfrage, dass ihre Kinder stark und selbstbewusst werden. Doch wie wird ein Kind stark und selbstbewusst?

Ich finde ja, es gibt fast nirgends so viel Begriffsverwirrung, wie in diesem Bereich. Das liegt daran, dass all diese Begriffe abstrakt sind. Das heißt, sie drehen sich um Dinge, die wir nicht angreifen und sehen können. Dabei ist es auch bei einem einfachen Begriff wie „Auto“ verwirrend genug. Sage ich Auto, dann entsteht vor deinem inneren Auge ein Bild. Je nachdem, wie sehr du dich für Autos interessierst, welch ein Auto du bzw. deine Familie hatte wird dein inneres Bild eines Autos anders aussehen. Die eine stellt sich einen pfiffigen Smart vor, die andere eine prächtigen Familien-Van und wieder andere eventuell sogar einen schnittigen Sportwagen. Trotzdem haben alle diese Bilder etwas gemeinsam: Sie haben einen Motor, vier Räder und können Insassen von A nach B befördern.

Bei den abstrakten Begriffen hängen deine inneren Bilder noch stärker von deinem familiären Hintergrund, deinen Werten und deinen Gefühlen ab.

Wenn zwei Menschen von Selbstbewusstsein sprechen, so meinen sie nicht unbedingt dasselbe. Darum werde ich als erstes die Begriffe so definieren, wie ich sie verstehe und verwende. Auch wenn der Begriff für dich anders belegt ist, kannst du ihn anhand der Erklärung gut für deinen Sprachgebrauch übersetzen. Ich werde die Begriffe in Bezug auf dein Kind erklären. Sie gelten selbstverständlich auch für Erwachsene.

Selbstbewusstsein

Für mich ist es ganz klar, wenn ich diesen Begriff zerlege: Sich seiner selbst bewusst sein.
Das bedeutet, wie nimmt sich dein Kind selbst wahr. Kinder beginnen ungefähr im Alter von 2 – 3 Jahren zu erkennen, dass sie eine eigene Person mit eigenem Willen sind. Das heißt, sie erkennen in dieser Zeit, dass sie getrennt von den anderen sind. Sie grenzen sich als Individuum klar von den restlichen Familienmitgliedern ab. Sie beginnen zu verstehen, dass sie eigene Grenzen haben und diese auch einfordern können. Genau das macht dieses Alter anstrengend und auch so wertvoll für die künftige Entwicklung. Es geht um die Wahrnehmung des ICH.

Martin Buber drückt es wunderbar aus: „Der Mensch wird erst am DU zum ICH.“ Wir erfahren uns selbst in der Interaktion und Auseinandersetzung mit dem Gegenüber.

Selbstvertrauen

Ich verstehe darunter die Fähigkeit der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen. Um dieses Selbstvertrauen zu lernen, brauchen die Kinder Menschen, die ihnen einen Vertrauensvorschuss gegen. Menschen, die ihnen signalisieren: „Ich vertraue dir! Ich nehme dich mit deiner Wahrnehmung und deinen Gefühlen ernst.“
Dazu gehört auch, ein Kind nicht zu zwingen etwas Wärmeres anzuziehen, wenn es herumtollt und meint, es wäre ihm nicht kalt. Es bedeutet, das Kind ernst zu nehmen in seinen Gefühlen und sie ihm nicht abzusprechen oder sie klein zu machen. Wenn ein Kind Angst hat, dann hat es Angst. Basta! Sätze wie: „Du brauchst keine Angst zu haben.“ Signalisieren dem Kind, dass seine eigene Wahrnehmung nicht stimmt.

Selbstsicherheit

Wie sicher ist dein Kind in seinen Handlungen. Hier wird ganz klar. Dass alle diese Begriffe sehr eng zusammenliegen und zusammenspielen. Denn die Selbstsicherheit erwächst aus dem Selbstwert.
Wie sicher ist dein Kind in der sozialen Interaktion mit anderen? Wie verhält und fühlt es sich in Gruppen? Wie sicher fühlt es sich in Situationen, denen es das erste Mal ausgesetzt ist?

Selbstachtung

Selbstachtung steht in engem Zusammenhang mit Selbstrespekt. Es geht also um die Achtung, die sich dein Kind selbst entgegenbringt und auch von anderen einfordert – um die Wertschätzung der eigenen Person. Selbstachtung ist für mich ein Indikator WIE sich eine Person behandeln lässt. Wie geht dein Kind mit sich selbst um? Wie weit lässt dein Kind es zu, dass der andere seine Grenzen missachten. Um dazu in der Lage zu sein, muss es diese Grenzen erst einmal kennenlernen und selbst wahrnehmen können.
Nur wenn ein Mensch seine Grenzen kennt, kann er wissentlich zulassen, dass jemand anderer seine Grenzen übertritt. Dann liegt es aber auch in der eigenen Verantwortung.

Selbstwert

Selbstwert ist die Basis!
Es ist der Wert, den sich dein Kind selbst beimisst. Dieser Selbstwert bestimmt die Interaktion mit anderen. Er ist dafür verantwortlich, ob dein Kind nach außen hin sicher auftritt, oder sich schnell verunsichern lässt. Er ist auch daran beteiligt, wie gut dein Kind mit Fehlern umgehen kann. Selbstwert sollte immer unabhängig von Liebe und Leistung sein.
Der Selbstwert entwickelt sich schon im frühesten Kindesalter. Schon lange bevor dein Kind sprechen lernt, nimmt es wahr, was seine Umgebung über es sagt und denkt.

Selbstwirksamkeit

Wenn dein Kind erlebt, dass es selbst etwas beitragen kann und dass es mit seinem Verhalten etwas bewirken kann, dann erfährt es Selbstwirksamkeit. Es erkennt, dass es dem Leben nicht hilflos ausgeliefert ist, sondern selbst etwas bewirken und verändern kann.
Prof. Gerald Hüther erzählt in einem seiner Vorträge, dass Singen eines der Dinge ist, wo Kinder Selbstwirksamkeit schon früh erfahren. Sie merken, dass kleinste Veränderungen an der Stimmbandmuskulatur andere Töne auslösen.
Maria Montessori nimmt als eines der Beispiele für Selbstwirksamkeit das geräuschlose Öffnen und Schließen einer Türe. Ein anderes ihrer Beispiele ist die Bewegungskontrolle beim Gehen auf der Linie.

Selbstentfaltung

Selbstentfaltung ist das Ausleben der eigenen Persönlichkeit, die Entwicklung der persönlichen Gaben, Talente und Stärken. Das Streben nach den eigenen Sehnsüchten, Träumen und Zielen.
Es ist also das Entfalten und erblühen lassen des eigenen Potentials, das sprengen von erlernten Grenzen und Blockaden. (Übrigens heißt meine Firma deshalb Entfaltungsparadies ;-) )

Natürlich gibt es noch einige andere Selbst-Begriffe: Selbstorganisation, Selbstmotivation und Selbstdisziplin sind nur einige davon.

In diesem Artikel wollte ich mich in erster Linie den Begriffen widmen, die für die Kindesentwicklung in den ersten Lebensjahren bedeutsam sind. Sie bilden sozusagen die Basis unseres Selbst, das Fundament, auf das wir unserer ganzes Leben lang aufbauen.

Bleib gelassen!

 

 

 

 

Deine Ilse Maria

 

P.S.: Übrigens plane ich für den Herbst ein neues Format, den Eltern-Stammtisch. Dort werden wir uns jeden Monat einem wichtigen Erziehungs- und Entwicklungsthema widmen. Wenn du über die Themen mitentscheiden willst, dann folge dem link zur Umfrage.

 

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Phrasen, die zum Widerstand einladen

Es gibt sie die Zauberformulierungen, die das Leben leichter machen und auch jene, die den Eltern-Alltag erschweren.

Ich meine damit Phrasen und Formulierungen, mit denen du das Tor für Diskussionen und Widerstand ganz weit aufmachst. Ärger ist damit vorprogrammiert.

Unspezifische Äußerungen

Stell dir vor, du kommst ins Zimmer deines Kindes. Dort schaut es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen: Das Spielzeug ist verstreut, Gewand liegt am Boden herum, Hefte und Bücher sind malerisch verteilt, dazwischen blitzen auch noch Zeichensachen hervor.

Dein Bedürfnis: Du wünscht dir ein klein wenig mehr an Ordnung!

Du sagst: „Na da schaut´s aus!“

Die Reaktion deines Kindes: Ein Schulterzucken. Ja, die Mama hat Recht: „Da schaut´s aus.“

Ein Schulterzucken. Ja, die Mama hat Recht: „Da schaut´s aus.“ Klick um zu Tweeten

Was du erreichen möchtest: Dein Kind soll beginnen, sein Zimmer aufzuräumen.

Dann sag es!

Die wirkungsvollere Formulierung: „Peter, nimm bitte die schmutzige Wäsche und gib sie in den Wäschekorb. Dann räume die Legosteine in die Kiste.“
Wenn dein Kind noch klein ist, dann lass es bei diesen zwei Schritten, komm später wieder und sag: „Jetzt stellst du die Bücher ins Bücherregal und dann leg die Zeichensachen auf den Schreibtisch.“

So weiß dein Kind wirklich, was zu tun ist.

Der Konjunktiv

Der Konjunktiv gilt unter Erwachsenen als besonders höfliche Form. Damit haben wir das Gefühl dem anderen eine Wahl zu lassen. „Könntest du … würdest du … möchtest du …“
Auch im österreichischen Dialekt ist diese Form vorhanden und noch als Frage verstärkt.
„Mechas´d net amol z´samramen?“

Dein Bedürfnis: Du willst höflich sein und nicht befehlend klingen.

Daher verwendest du den Konjunktiv: „Könntest du das Geschirr abwischen?“

Die Reaktion deines Kindes: „Könnte ich – will ich aber im Moment nicht. Ich spiele gerade so schön!“

Was du wirklich brauchst: Hilfe! – Jetzt.

Die wirkungsvollere Formulierung: „Peter, schnapp dir bitte das Geschirrtuch und trockne die paar Kleinigkeiten ab. So sind wir schneller fertig und können nachher schneller weg.“

Keine direkte Ansprache

Du willst Wäsche aufhängen und stellst fest, dass dein Mann die Wäschespinne vor dem letzten Regenwetter weggeräumt hat. Du freust dich, dass er mitgedacht hat. Allerdings stehst du jetzt mit dem Korb voll nasser Wäsche im Garten. Du stellst den Korb ab, stellst die Wäschespinne auf und merkst: Das Körbchen mit den Wäscheklammern ist noch im Bad.

Was du brauchst: Eine Person, die dir schnell die Wäscheklammern bringt. Du bist allerdings nicht sicher, wer dich hören wird.

Du rufst: „Kann mir bitte jemand schnell die Wäscheklammer aus dem Bad in den Garten bringen.“

Die Reaktion des Umfeldes: Im schlimmsten Fall keine. Denn niemand fühlt sich durch jemand angesprochen. Oder keiner hat es gehört.
Du merkst schon die drei wohnen alle in deinem Haus und machen dir das Leben schwer ;-) Also rechnest du besser nicht mit ihnen.

Die Reaktion des Umfeldes: Im schlimmsten Fall keine. Denn niemand fühlt sich durch jemand angesprochen. Oder keiner hat es gehört. Klick um zu Tweeten

Die wirkungsvollere Formulierung: „Peter! Bringst du mit bitte die Wäscheklammern aus dem Badezimmer!“

Sollten gerade mehr Personen zu Hause sein, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dir irgendjemand antwortet groß. Denn wenn Peter nicht kann oder dich nicht hört, wird dir das möglicherweise eine andere Person mitteilen. Und die kannst du dann um diesen Gefallen ersuchen.

Verallgemeinerungen und Beschuldigungen

Du weißt schon die Wörter immer, dauernd, nie … sie werden gerne in Verbindung mit Beschuldigungen verwendet.

Immer lässt du deine Schuhe herumliegen!“
Nie stellst du das Geschirr in die Geschirrspülmaschine!“
Dauernd muss ich dich ermahnen, weil du nicht folgst!“

Die Reaktion: „Das stimmt ja gar nicht! Gestern habe ich meine Schuhe ins Schuhkasterl gestellt.“
„Gar nicht wahr! Letzte Woche habe ich das Geschirr sogar zwei Mal in die Geschirrspülmaschine gestellt. Das hast du gar nicht bemerkt. Nie merkst du, wenn ich mich bemühe!“
„Du bist gemein! Gestern war ich den ganzen Tag brav!“

Kennst du das? Dann bist du schon ganz tief in der Falle, denn so entstehen Machtkämpfe. Ein Wort gibt das andere. Jeder fühlt sich im Recht.

Merke dir: Es gibt keine Regel ohne Ausnahme. Und Kinder merken sich die Ausnahmen gut. Sie wissen, wann sie die Schuhe weggeräumt haben. Schließlich haben sie sich da bemüht. Aber hast du dieses Bemühen gesehen? Nein? – Das kränkt. Und alles was kränkt, merken wir uns noch besser.

Es gibt keine Regel ohne Ausnahme. Und Kinder merken sich die Ausnahmen gut. Klick um zu Tweeten

Die wirkungsvollere Formulierung: Bleib sachlich und fordere freundlich auf.
„Peter, schau mal, du hast die Schuhe rumliegen lassen. Bitte stell sie ins Schuhregal! Danke!“

„Oh, dein Geschirr steht noch auf dem Tisch. Sei so lieb und stell es gleich in den Geschirrspüler.“

Fragen statt Aufforderungen

Es gibt Situationen, da hat dein Kind die Wahl. Und es gibt Situationen, die sind einfach notwendig. Da gibt es diese Wahl nicht.

Stell dir vor ihr müsst einkaufen gehen. Du bist mit deinen Kindern (2 und 4 Jahre) allein. Du weißt also, du musst sie mitnehmen, sonst verletzt du deine Aufsichtspflicht.

Daher ist es nicht sinnvoll, wenn du fragst: „Wollt ihr mit mir einkaufen gehen?“

Wenn deine Kinder gerade im Spielen sind, dann wollen sie das nicht. Das werden sie auch kundtun. Du hast aber keine Wahl. Du musst ins Geschäft, bevor es schließt. Ihr braucht dringend Brot und Obst. In der Situation hast du also die Wahl, dich auf eine Diskussion einzulassen, warum ihr doch einkaufen gehen müsst. Oder du wartest ein kleines bisschen und startest noch einmal von vorne.

Die bessere Formulierung: „Kinder zieht euch die Schuhe an. Wir gehen jetzt einkaufen! Wir brauchen dringend Brot und Obst.“

Den eigenen Anteil erkennen

Wenn du mit deinen Kindern häufig in Diskussionen und Machtkämpfe verwickelt bist, beobachte auch deine eigene Sprache.

Mit den richtigen Formulierungen kannst du vielen Schwierigkeiten von Anfang an aus dem Weg gehen.

 

Bleib gelassen!

Deine

 

 

 

 

 

Ilse Maria

 

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Hilfe, ich schaffe es nicht, konsequent zu sein!


Diese Aussage höre ich oft von Müttern.

Dabei vergessen sie ganz, dass sie in vielen Lebensbereichen sehr konsequent sind. Sie gehen arbeiten, sie sorgen für ihre Kinder. Sie kochen und waschen. Sie räumen auf und putzen. Sie gehen einkaufen und mit den Kindern auf den Spielplatz. Vieles davon machen sie Tag für Tag. Nichts anderes ist Konsequenz.

Du verfolgst ein Ziel und setzt die Handlungen, die notwendig sind, um das Ergebnis zu erreichen.

Du verfolgst ein Ziel und setzt die Handlungen, die notwendig sind, um das Ergebnis zu erreichen. Klick um zu Tweeten

Du willst deine Familie ernähren: Also arbeitest du, um Geld zu verdienen, gehst einkaufen, kochst und deckst den Tisch. Dann könnt ihr gemeinsam essen. Eine sehr konsequente Handlungskette. Weiterlesen

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Wenn Frauen an der Vielzahl der Aufgaben und den sich widersprechenden Anforderungen zu zerbrechen drohen

Viele Frauen haben den Eindruck, an der Flut der Aufgaben, die an sie gestellt werden zu ersticken.

Schließlich schupfen sie nicht nur den Haushalt und kümmern sich um die Kinder. Sie haben auch noch einen Beruf, indem sie gefordert werden. Im Idealfall gibt es auch noch einen Partner, der nach Aufmerksamkeit verlangt.

Meistens sind Frauen auch noch für ganz viele Zusatzaufgaben zuständig. Klick um zu Tweeten

Allein die Organisation des Alltags erfordert schon viel Kraft. Meistens sind Frauen auch noch für ganz viele Zusatzaufgaben zuständig.

  • Sie spielen Taxi für die Familienmitglieder.
  • Sie organisieren die sozialen Kontakte und Einladungen.
  • Sie kümmern sich um Geschenke und Mitbringsel.
  • Sie übernehmend beiläufig die Rolle der Krankenschwester, wenn ein Familienmitglied krank wird.
  • Sie spielen Nachhilfelehrerin für die Kinder.
  • Sie betreuen Angehörige und kümmern sich um sie.
  • Sie übernehmen Besorgungen und Amtswege.
  • Sie sind das Familiensekretariat.

Sie sind also nicht nur Ehefrau und Geliebte, Mutter, Hausfrau und Arbeitskraft. Sie übernehmen jede Menge an zusätzlichen Rollen.
Viele dieser Rollen sind selbstgewählt und machen zufrieden. In manche sind sie hineingewachsen, weil es einfach notwendig war.
Nicht jede dieser Rollen wir mit der gleichen Leidenschaft erfüllt. Manche sind eher belastend und laugen aus.

Kennst du all das auch? Wenn du Mutter bist, bin ich mir fast sicher.

Rollenkonflikte

Das wirklich gemeine daran sind die Rollenkonflikte. Immer wieder gibt es Rollen, die in bestimmten Situationen etwas anderes fordern. Diese Anforderungen sind oft diametral, stehen einander also gegenüber. Beim Schachspiel würde man sagen, sie stehen in Opposition.

Das wirklich gemeine daran sind die Rollenkonflikte. Immer wieder gibt es Rollen, die in bestimmten Situationen etwas anderes fordern. Diese Anforderungen sind oft diametral, stehen einander also gegenüber. Klick um zu Tweeten

Mutter-Tochter

Bist du auch schon einmal in einen Mutter-Tochter-Konflikt gerutscht. Ich meine jetzt nicht einen Konflikt zwischen dir und deiner Mutter und auch nicht zwischen dir und deiner Tochter. Sondern den zwischen der Rolle der Mutter und der Rolle der Tochter.

Jede Rolle ist mit gewissen Erwartungen verbunden.

Hier könnte es z. B. sein, dass du als Mutter spürst, dass deine Kinder dich dringend brauchen. Sie brauchen eine ruhige Zeit mit dir und Erholung. Ein schönes, ruhiges Pyjama-Wochenende wäre genau das richtige.

Deine Mutter meldet sich telefonisch und klagt wie sehr sie sich nach dir und den Enkelkindern sehnt. Sie will euch für das nächste Wochenende einladen.
Schon bist du im Konflikt.

Oder deine Mutter weiß genau, wie du deine Kinder erzihen sollst. Schließlich hat sie ja auch dich erzogen.
Einerseits liebst du sie und bist ihr dankbar, dass sie dich zu einem selbständigen Menschen hat werden lassen, andererseits hast du deine eigenen Grundsätze und deine eigenen Ideen. – Rollenkonflikt.

Mutter-Ehefrau

Ein anderes Mal merkst du genau, dass es Zeit wird wieder einmal einen Abend nur mit deinem Mann zu verbringen. Einfach auszugehen und das Leben zu genießen. Ein Glas Wein zu trinken und endlich wieder einmal in Ruhe zu reden.

Dann wird eines der Kinder krank. Kranke Kinder gehen für die meisten Mütter vor.

Dein Mann hat sich aber schon sehr auf den gemeinsamen Abend gefreut und versteht nicht, warum du dein Kind nicht wenigstens für 3 Stunden in der Obhut eines Babysitters lassen willst. „Es schläft ohnehin und merkt gar nicht, dass du weg bist.“

Und da ist er wieder, der Rollenkonflikt: Bucht ihr einen Babysitter und sitzt du auf Nadeln, weil du hoffst, dein krankes Kind weint nicht nach der Mama? Oder bleibt ihr zu Hause und dein Mann ist enttäuscht. Du liebst alle und sitzt zwischen den Stühlen.

Mutter-Berufstätige Frau

Jede berufstätige Mutter kennt diese Tage, wo sie in Gedanken nicht dort ist, wo sie sich gerade physisch aufhält. Je nachdem, wo gerade mehr Stress herrscht, gilt die Aufmerksamkeit eher der Familie oder dem Beruf.

Da kann es schon mal vorkommen, dass du im Büro sitzt und geistig die Kühlschrankbestände durchgehst, damit du am Heimweg gleich einkaufen gehen kannst. Oder du denkst an dein Kind, das jetzt bei der Tagesmutter ist und wahrscheinlich bald seinen ersten ganzen Satz lernt, oder Rad fahren, oder schwimmen. – Und du bist nicht dabei!

Oder du bist mit deinem Kind am Spielplatz und machst dir auf einem Zettel Notizen, was du am nächsten Tag im Büro unbedingt erledigen musst.

Egal, wo du bist, du hast ständig ein schlechtes Gewissen im anderen Bereich nicht präsent zu sein. Oder du hast schlicht und einfach Angst etwas zu versäumen.

Mutter-Geliebte

Im Idealfall bist du nicht nur die Ehefrau, sondern auch die Geliebte deines Mannes. Du genießt Sexualität und körperliche Zuwendung.

Auch hier kennen viele Mütter das Konfliktpotential.

Sie sind müde, erschöpft und haben kaum mehr Lust auf Sex. Dann ist endlich einmal ein Abend an dem die richtige Stimmung aufkommt – und dann hat eines der Kinder einen Albtraum.
Natürlich kümmerst du dich um das Kind. In diesem Fall ist aber wahrscheinlich nicht nur dein Mann frustriert, sondern auch du. Denn wenn das Kind endlich wieder eingeschlafen ist, ist die Stimmung dahin und euch fallen vor Erschöpfung die Augen zu.

Die Anstrengung der Mutterrolle

Genau diese Konflikte machen die Mutterrolle so anstrengend. Es ist nicht nur die Arbeit, die mit dem Mutter-Sein einhergeht. Es ist viel mehr die emotionale Belastung und Achterbahn.
Das strengt an und laugt aus.

Das geht so weit, dass viele Mütter den Kontakt zu sich selbst verlieren. Sie funktionieren nur noch. Sie haben keine Zeit, sich um die eigenen Bedürfnisse Gedanken zu machen.

Wenn ich so eine Mama im Coaching frage: „Wie geht es dir und was wünschst du dir für dich?“ (OK das sind zwei Fragen und ich stelle sie im Coaching getrennt ;-) )
Dann bekomme ich zur Antwort: „Ich weiß es nicht.“

Auf die Frage: „Wie wirst du nach dem Coaching merken, dass es erfolgreich war?“ bekomme ich zu 98 % die Antwort: „Ich werde wieder zu meiner Leichtigkeit und Lebenslust zurückfinden. Ich werde wieder lachen und ich werde wieder das Positive sehen.“

Willst du auch Leichtigkeit und Lebenslust zurück? Klick um zu Tweeten

Willst du auch Leichtigkeit und Lebenslust zurück?

Dann ist mein Exklusiv-Workshop für Frauen genau das Richtige für dich. 5 Tage nur für dich! – Wie klingt das?
Hier bekommst du nähere Informationen!

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Also melde dich gleich an, wenn du dabei sein willst.

 

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Effizienz bis zur Selbstaufgabe?

Petra hat drei Kinder. Sie liebt es Mutter zu sein. Sie liebt auch ihren Mann, ihr Haus, ihren Beruf.
Zwischen all den Dingen bleibt Petra kaum Zeit für sich. Ihr Tagesplan ist streng getaktet.

Schon morgens um 05:00 steht sie vor den anderen auf. Sie zieht sich an wirft eine Maschine Wäsche in die Waschmaschine und geht mit dem Hund spazieren. Danach putzt sie das Bad, macht die Betten und räumt im Schlafzimmer auf. Erst jetzt macht sie Frühstück und weckt die Kinder. Während die Kinder aufstehen, wirft sie noch schnell eine Maschine Wäsche in die Waschmaschine und hängt die Wäsche auf. Da alle sportbegeistert sind und ihr Mann einen hat, wo sie stets adrett gekleidet sein muss, fällt jede Menge Wäsche an. Auch Petra hat jede Menge Berufswäsche. Sie ist Masseurin. Weiterlesen

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