Entspannung, Ruhe

Entspannung

Entspannung, Stille, Meditation

Im Urlaub

Vorige Woche um diese Zeit saß ich ganz entspannt beim Frühstück in Tunis. Ich saß auf dem Balkon und genoss das Sonnenlicht. Die zweite Tasse Kaffee in der Hand saß ich einfach nur da und ließ den Blick und die Gedanken schweifen. Ich war ganz im Augenblick. In völliger Entspannung.

Das eigenartige daran ist die Tatsache, dass der Ausblick gar nicht einmal besonders attraktiv war. Wir waren mitten in einem Wohnviertel und wohnten ziemlich hoch oben – im 5. oder 6. Stock. Hier zu Hause könnte ich mich auch auf den Balkon setzen, mit Blick auf meinen erblühenden Garten. Der Wunsch danach kommt manchmal auf – und doch tue ich es so selten.

Das wirklich spannende war, dass ich in Tunis wirklich jeden Tag 2 – 3 Stunden hochproduktiv gearbeitet habe. Ich habe an meinem Buchprojekt gearbeitet, Seminarkonzepte entworfen und Blogartikel geschrieben. Alles in einem Flow-Zustand: hochkonzentriert und doch entspannt.

… und zu Hause?

Was hindert mich daran, mein Frühstück zu Hause auf dem Balkon oder im Garten zu genießen. An der Temperatur kann es nicht immer liegen. Auch hier haben wir schöne Tage :-D
Hier mache ich mir nicht mal bewusst Frühstück. Natürlich frühstücke ich jeden Tag, darauf lege ich Wert. Doch im Trubel des Alltags habe ich so etwas wie einen Frühstücksautomatismus entwickelt. Es fällt mir schwer, diese Entspannung zu erreichen.

Mein Frühstücksautomatismus

Eine Abfolge von Tätigkeiten, die ich auch bei größter Müdigkeit und Erschöpfung automatisch ausführe:

  • Teewasser aufstellen
  • Selbst gebackenes Brot abschneiden
  • Butter und Marmeladen herrichten
  • Ev. Getreidebrei zubereiten
  • Tisch decken
  • Tee aufgießen
  • Fertig

Ja, es gibt auch wochentags täglich Frühstück und ja, meine Kinder nehmen sich täglich eine Jause von zu Hause mit. Trotzdem fehlt diesem Ablauf das Bewusstsein und die Achtsamkeit und damit der Genuss. Ich trinke meine Tee und esse mein Marmeladenbrot oder auch meinen Getreidebrei, stochere darin herum …

… und genauso inspirationslos verlaufen dann einige dieser Arbeitstage.

Die (Alltags-)Einstellung macht den Unterschied

Was hindert mich daran, auch hier den Geruch des frischen Brotes und der selbstgemachten Marmeladen wahrzunehmen?
Es ist die Einstellung
Es ist diese Alltagseinstellung. Die kleine vorgefasste Meinung im Hinterkopf, dass sich im Alltag nichts Besonderes ereignen kann. Wenn ich wo anders bin, dann ist mein Geist offen. Ich erwarte neue Eindrücke – und bekomme sie auch.
Außerdem bin ich beim Frühstück mit meinen Gedanken schon längst bei den Ereignissen des Tages.
Ich weiß genau, dass ich mir dadurch den Augenblick zerstöre und die Arbeit nachher um nichts schneller geht. Trotzdem hat sich dieser Trott im Alltag eingeschlichen.

Was du daraus lernen kannst

  • Neues passiert dann, wenn du es zulässt
  • die kleinen Dinge machen dein Leben lebenswert
  • entspannt fokussierst du dich leichter
  • deine Kreativität braucht Zeit und Raum, um zu fließen
  • Entspannung kannst du bewusst herbeiführen

Hast du Lust gemeinsam mit mir einen Selbstversuch zu starten?

Ich werde diese Woche ganz bewusst offen sein und auf Kleinigkeiten achten.
Das stellt schon jetzt eine Herausforderung dar, denn der heutige Morgen begann mit etlichen, unvorhergesehenen Hürden. Ich habe mich also jetzt erst mal bewusst zurückgelehnt, tief durchgeatmet und festgestellt, dass purer Aktionismus hier nicht hilft. Ich gönne mir also jetzt erst Mal eine Tasse von meinem herrlichen grünen Tee.

Tee

Jeden Morgen werde ich meine kleinen Sensationen auf Facebook mit dir teilen. Ich werde dir erzählen, was mir besonders aufgefallen ist, was mir sehr gut gefallen hat und was ich mit dieser ungewohnten Offenheit erlebt und genossen habe.
Ich habe die Idee, dass mit dieser Offenheit etwas ganz Neues, etwas Besonderes passieren darf. Vielleicht werde ich feststellen, dass Entspannung auch in meinen Alltag einkehrt, vielleicht werde ich merken, dass ich bewusster auf Kleinigkeiten achte, möglicherweise stelle ich fest, dass ich kreativer bin?

Ändern wir unsere Einstellung gemeinsam

Machst du mit? Ich freue mich, wenn du mir deine Erfahrungen in den Kommentaren oder auf meiner Facebook-Fanpage mitteilst.

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!
3 Kommentare
  1. Birgit Geistbeck sagte:

    Eine wunderbare Idee, Ilse. Wir haben mal wieder den gleichen Gedanken, nur zeitversetzt ;-) Letzte Woche habe ich zu diesem Thema einen Blogartikel geschrieben.

    Der Begriff Alltagseinstellung gefällt mir.

    Ich bin dabei bei dem Experiment.

    Lieben Gruß
    Birgit

    Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Experiment der Vorwoche hat mir wieder einmal vor Augen geführt, wie wichtig es ist, zu entspannen, bewusst zu sein und […]

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