Von Erwachsenen kannst du viel über das Thema Kindertrauer lernen

Das Thema Kindertrauer ist mir ein großes Anliegen.
Spannenderweise beginnen sich auch immer mehr Erwachsene zu öffnen, wenn sie hören, dass Kindertrauer eines meiner Themen ist. Viele von ihnen erzählen mir dann nicht von den Erlebnissen mit ihren Kindern. Nein, sie schildern mir Erlebnisse, die sie als Kinder hatten und die sich tief in ihr Gedächtnis eingegraben haben. Nach heute nach teilweise 40 Jahren beschäftigen sie diese Erlebnisse.

Es sind traurige Erlebnisse, die sie in der Kindheit hatten und in denen die Erwachsenen nicht ideal reagiert haben. Genau aus diesen Geschichten lerne ich immer wieder dazu. Denn wenn ein Thema eine erwachsene Person nach so vielen Jahren noch beschäftigt, kann ich annehmen, dass sie für das Kind zumindest prägend, wenn nicht gar traumatisch gewesen sein muss. Weiterlesen

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!

Wie du in deiner KITA oder Kindergartengruppe gut mit dem Thema Trauer umgehen kannst

Ein Erfahrungsbericht

Engelstatue im Wald

Kürzlich habe ich durch eine Kollegin in meinem Mastermind Kontakt zu einer Kindergartenpädagogin bekommen. Diese mutige Frau war so freundlich mir ihre Erfahrungen mit dem Thema Tod und Trauer im gelebten Kindergartenalltag zu berichten.
Aus Gründen der Diskretion werden hier weder der Kindergarten noch die Namen der Beteiligten genannt. Die Erfahrungen selbst sind aber zu wertvoll, um sie unter Verschluss zu halten. So habe ich mich gemeinsam mit dieser Kindergartenpädagogin dazu entschlossen, ihren Bericht anonymisiert niederzuschreiben. (Damit dieser Tatsachenbericht nicht zu emotionslos rüberkommt, habe ich mich entschieden Namen und Orte zu erfinden!)

Die Vorgeschichte

Frau Burger ist Erzieherin in einer deutschen Großstadt. Sie wird von ihren Schützlingen liebevoll nur bei ihrem Vornamen Eva gerufen.
Vor ungefähr einem Jahr passierte im Kindergarten, in dem Eva arbeitet das, wovor alle Erzieherinnen Angst haben. Ein Kind verstarb!
Das gehört zu den Schreckensszenarien aller Eltern und auch aller Pädagoginnen. Weiterlesen

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!

 

Wie deine Angst die Trauer deines Kindes beeinflusst

Der Podcast ist schon vom 3.5.2017, den Blogartikel weiter unten habe ich noch einmal gründlich überarbeitet, weil das Thema so wichtig ist.

Eltern können es gar nicht verhindern, dass ihre eigenen Ängst, sie in ihrem Erziehungsverhalten beeinflussen. Mütter wollen ihre Kinder nicht auf Bäume klettern lassen, weil sie Angst vor Verletzungen haben. Väter machen Stunk, wenn die Tochter fortgehen will, weil sie Angst haben, ihrem kleinen Mädchen könnte etwas zustoßen. Die Liste ist unendlich.

Wenn es um Krankheit, Verlust, Tod und Trauer geht, dann werden wir alle mit unseren Ängsten konfrontiert. Stellen diesen Themen doch die Tabus unserer Gesellschaft dar. Das merkst du schnell, wenn du selbst erkrankst und sich Menschen vor dir zurückziehen, weil sie nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen.

Geht es darum, diese Themen Kindern zu vermitteln oder gemeinsam mit ihnen aufzuarbeiten, dann stoßen viele Erwachsene an ihre Grenzen.

Ich stelle dir hier die drei wichtigsten Ängste von Erwachsenen in Bezug auf Kindertrauer vor. Sie gehen mit den Ängsten der Kinder einher, verursachen sie oder verstärken sie. Je nach Temperament des Kindes.

Hier kannst du die Folge anhören:

Hier kannst du die Episode herunterladen. (Einfach auf den link klicken, danach die rechte Maustaste klicken und „Audio speichern unter“ wählen)

Weiter unten kannst du einen Blogbeitrag zu diesem Thema lesen.

Weiterlesen

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!

Trauer bei Kindern

Als Abschluss meiner Serie über kindliche Emotionen will ich auch dieses – zugegebenerweise – schwierige Thema nicht auslassen.

Unser Sohn war ungefähr 5 Jahre alt, als er das erste Mal mit dem Tod in Berührung kam. Unsere Tochter war zu diesem Zeitpunkt 2 Jahre alt.

Mein Großvater war gestorben. Die Kinder hatten zu ihrem Urgroßvater keine besonders intensive Beziehung. Aber sie kannten ihn und mochten ihn ganz gerne.

Unsere Tochter war viel zu klein. Sie hat von all den Ereignissen nichts mitbekommen. Es war für sie zu weit weg. Unser Sohn hingegen, bemerkte, dass sich in der Familienstruktur etwas veränderte. Er registrierte, dass die Menschen um ihn herum traurig waren. Und so stellte sich auch die Frage: Soll er zum Begräbnis mit, oder nicht. Nach langem familieninternen Hin und Her entschloss ich mich, meinem Instinkt zu vertrauen und ihn einfach zu fragen. Ich erklärte ihm: „Weißt du, es werden ganz viele Menschen kommen und Abschied von deinem Uropa nehmen wollen. Sie werden traurig sein und weinen. Wir werden in die Kirche gehen und singen. Danach wird er in einer Holzkiste begraben. Die Menschen werden Blumen in das Loch werfen und ihm so zeigen, wie gerne sie ihn hatten. Was meinst du, willst du dabei sein?“ Weiterlesen

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!