Kniereiter machen allen Kleinkindern Spaß

Den Kniereitern kommt eine ganz besondere Bedeutung unter den Kinderreimen zu. Hier sammeln sich ganz viele positive Effekte.

Das Kind steht in engem Kontakt zur Bezugsperson. Es fühlt sich geborgen und geliebt. Oftmals entstehen diese Spielsituationen ja aus Kuscheleinheiten oder wenn ein Kind getröstet werden muss. So entsteht Bindung und Nähe.

In dieser Haltung nimmt das Kind nicht nur sich selbst sehr genau wahr, es spürt auch die Mama oder den Papa sehr genau. Es hört seinen Herzschlag, spürt manchmal sogar den Atem und kann auch die Vibration des Brustkorbes beim Sprechen fühlen. All das ist sehr wichtig für die Entwicklung und kann durch keine CD ersetzt werden.

Außerdem werden bei den Kniereitern die Muskulatur und die Eigenwahrnehmung intensiv angeregt. Das Kind möchte sich gerade und sicher „im Sattel“ halten und doch bei jeder Bewegung mitgehen.

Und ganz am Abschluss kommt der Höhepunkt! Der freudig erwartete Schreck. Das Kind kippt seitlich oder nach hinten, plumpst fast auf den Boden … und wird vom liebenden Erwachsenen sicher aufgefangen. Dabei kannst du als Erwachsener genau dosieren, wie aufregend die Situation für dein Kind sein darf.

Die beliebtesten Kniereiter

 

Mein Schlitten

Mündlich überliefert

Schau, wie schnell mein Schlitten saust,
wie er durch die Landschaft braust.
Rechts herum und links herum –
Plötzlich fällt mein Schlitten um!


(Mit den Knien ein wenig rumpeln)
(Kind einmal rechts und einmal links seitlich kippen lassen)
(Knie öffnen und den Popo des Kindes durchrutschen lassen)

Zur Verfügung gestellt von Lisa Culk, elementare Musikpädagogin

Es fährt ein Schiffchen übers Meer

Mündlich überliefert

Es fährt ein Schiffchen übers Meer
es schaukelt hin, es schaukelt her
da kommt ein großer Sturm
und wirft das Schiffchen um.

Und hat´s nen guten Kapitän
ist es schnell wieder zu sehn.
Fährt in den Hafen ein geschwind
da freut sich jedes Kind.

 

(Kind hin und her schaukeln)
(die Bewegungen werden stürmischer)
(Das Kind fällt fast von den Knien und wird aufgefangen)

(Kind wieder sicher auf dem Schoß halten)
(Kind ansehen)
(langsam und gemächlich schaukeln)

 

Zur Verfügung gestellt von Petra Straßmeir, kleinwirdgroß

 

Schotter fahren

Mündlich überliefert

Schotter fahren, Schotterfahren,
mit dem alten Schotterwagen
über die kleinen feinen Steine
über die großen, die so stoßen
und am Schluss wird abgeladen.

 

(leicht mit den Füßen wippen)
(jetzt rumpelt es schon stärker)
(Kind an den Händen halten und sanft nach hinten kippen lassen)

Große Uhren

Mündlich überliefert

Große Uhren macht TIK TAK
Kleine Uhren machen TIK TAK TIK TAK
Und die kleinen Taschenuhren TIKE TAKE
Und die Kirchturmuhr macht BIM BAM
Und die Kuckucksuhr macht KUCKUCK
Und der Wecker, der macht GRRRR
Und die Sanduhr, die mach SCHSCHSCH

 

(Kind auf den Knien leicht hin und her schwingen/halbe Noten)
(Kind etwas schneller hin und her schwingen/viertel Noten)
(Kind im Achteltakt hin und her schwingen)
(Kind zu sich ziehen und leicht rückwärts fallen lassen)
(ev. Dem Kind die Augen zu halten)
(manche Kinder haben Freude, wenn das GRRR in die Halsbeuge gesprochen wird)
(ebenso hier oder leicht mit den Fingern Rieselbewegungen über den Rücken machen)

 

Im Pferdeschritt

Mündlich überliefert

Im Pferdeschritt im Pferdeschritt
Kommt jeder mit, kommt jeder mit
Im Trab, im Trab im Trab
Geht’s auf und ab, geht’s auf und ab.

Und viel schneller noch geht’s
Im Galopp, im Galopp, im Galopp
Und Stopp!

Ein Sprung nach rechts, ein Sprung nach links –
Ein Pferdeapfel – pfui, da stinkt’s!

 

(langsam dahinreiten)
(schneller werden)

(jetzt geht es schnell und auch eher holprig)
(plötzlich aufhören)

(mit dem Kind auf den Knien die Beine nach rechts und links bewegen)
(Dem Kind die Nase zuhalten)

Alle drei zur Verfügung gestellt von Vera Rosenauer, Abenteuer Erziehung

Folgende Kniereiter waren neben den Großen Uhren auch bei meinen Kindern Dauerbrenner.

Hopp, hopp, hopp

Überliefertes Kinderlied (Text: Karl Gottlieb Hering, Musik: Karl Hahn)

Hopp, hopp, hopp
Pferdchen lauf Galopp
über Stock und über Steine
aber brich dir nicht die Beine
hopp, hopp, hopp, hopp, hopp,
Pferdchen lauf Galopp.

Tipp, tipp, tapp!
Wirf mich ja nicht ab;
zähme deine wilden Triebe,
Pferdchen, tu’s mir ja zuliebe,
wirf mich nicht ab!
Tip, tipp, tipp, tipp, tapp!

Brr, brr, he!
Steh, mein Pferdchen steh!
Sollst noch heute weiter springen,
muss dir nur erst Futter bringen,
steh, mein Pferdchen, steh!
Brr, brr, brr, he!

Ja, ja, ja!
Ja, nun sind wir da!
Diener, Diener, liebe Mutter!
Findet auch mein Pferdchen Futter?
Ja, ja, ja, ja,
ja, nun sind wir da!

 

(Das Kind im Galopp auf den Knien reiten lassen)

(Jetzt wird es wild, das Kind sollte sich leicht anstrengen, um seinen Rücken gerade zu halten)

(Das Pferdchen bleibt stehen)

(Das Kind an beiden Händen fassen)

(Die Hände in einer Jubelbewegung nach oben ziehen)

 

Hoppe, Hoppe, Reiter

Mündlich überliefert

Ein weiterer Klassiker, den ich in verschiedensten Variaten kennen gelernt habe. Diese ist eine der längsten und hat meinen Kindern immer gut gefallen.

Hoppe hoppe Reiter, wenn er fällt, dann schreit er.
Fällt er in den Graben, fressen ihn die Raben.
Fällt er in die Hecken, fressen ihn die Schnecken.
Fällt er in das grüne Gras, macht er sich die Hose nass.
Fällt er in das Wasser, macht er sich noch nasser.
Fällt er auf die Steine, tun ihm weh die Beine.
Fällt er in den Sumpf, macht der Reiter plumps!

 

(Gemütlich dahinreiten)
(Mit den Händen Knabberbewegungen machen)
(Mit den Fingern die Arme entlang fahren)
(Leicht auf den Po klopfen)
(Das ganze Kind leicht schütteln)
(Auf die Beine klopfen)
(Das Kind durch die Knie plumpsen lassen und vor dem Boden wieder auffangen)

 

Viel Spaß mit den Kniereitern!

 

 

 

 

 

 

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!
0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.