Kruschtel-Tage

Kruschtel-Tage, Flow, Entspannung, To-do-ListeKruschtel-Tage?

Immer wenn ich eine anstrengende Zeit hinter mir habe und beruflich sehr eingespannt war, habe ich im Anschluss „Kruschtel-Tag“. „Kruschteln“ bedeutet so viel wie: räumen, sortieren, kramen, stöbern durchsuchen.

Ich finde den Begriff so herrlich lautmalerisch. In meinen Ohren hab ich sofort das Geräusch von Papierblättern, beim Sortieren, oder das Scheppern von zugemachten Schachteln mit allerlei Inhalt.

Kruschtel Tage entspannen

Kruschtel-Tage entspannen mich. Ich arbeite vor mich hin, ohne Zwang und ohne direktes Ziel. Ich gehe durch die Wohnung und nehme mir einzelne Ecken vor, die mich schon lange gestört haben.

Alles darf, nichts muss

Heute war es die Küche. Ich habe alle Arbeitsflächen abgeräumt und alles, was da herumlag, dorthin verstaut wo es seinen Platz hat.
Es gab da einige Seiten mit Rezepten, die ich aus diversen Illustrierten herausgerissen hatte. Sie erhielten ihren Platz im Ordner für neue Rezepte. Außerdem standen da noch Gewürzdosen mit Inhalt, die noch kein passendes Schild hatten. Sie wurden also mit einem Schild versehen und wanderten ins Gewürzregal u.s.w. Auf diese Art und Weise habe ich heute schon einige Platzerl in meiner Wohnung frei gemacht.

Mit der Freiheit im Raum begannen auch meine Gedanken zu fließen. Ich hatte plötzlich Ideen für Blogartikel. Und weil an Kruschtel-Tagen alles sein darf, aber nichts sein muss, dürfen auch diese sofort aufs Papier wandern ;-)

Effektivität und Flow

Spannenderweise stelle ich oft am Abend eines Kruschtel-Tages fest, dass ich sehr viel geleistet habe. Ich komme in Flow und ich gebe mich diesem Fluss hin. Im Endeffekt habe ich am Abend oft mehr geschafft, als an den Tagen, wo ich bewusst mit To-do-Listen arbeite. Auch an Kruschtel-Tagen kommt die To-do-Liste zum Einsatz. Da gönne ich mir jedoch die Möglichkeit zu wählen. Ich mache, worauf ich Lust habe. Heute war es meine lange Telefonliste, die schon beinahe abgearbeitet ist. Spannenderweise erreiche ich an solchen Tagen alle, die auf meiner Liste stehen. Sonst bedarf es oft mehrerer Versuche.

Ich bin schon neugierig, wohin mich mein Weg heute führen wird.

Vielleicht magst du ja mal ausprobieren, wie Kruschtel-Tage auf dich wirken

Besonders nach einer arbeitsintensiven Zeit kann ein Krutschtel-Tag wahre Wunder wirken. Du erteilst dir damit die Erlaubnis, nach deinem Tempo und Bedürfnis zu arbeiten. Das Hirn kommt zur Ruhe und hört auf zu rattern und die Kreativität hat – durch die manchmal monotonen Tätigkeiten – die Möglichkeit wieder zu fließen.

Notizblock parat halten ;-)

Mein Tipp: Halte an Kruschtel-Tagen immer Notizblock und Stift parat. Schreib die Ideen auf.

Ideen sind scheue Geschöpfe und wenn du sie nicht festhältst, sind sie bald wieder weg.

Wenn du Lust hast, gehe sofort in die Umsetzung.

Ich bin schon gespannt, wie deine Erfahrungen mit den Kruschtel-Tagen verlaufen. Schreib doch einfach einen Kommentar.

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5 Kommentare
  1. Daniela Große sagte:

    Liebe Ilse,

    an einem Kruschteltag finde ich Deinen Kruschtel-Artikel … und ich liebe diese Tage, wie Du, heiß und innig. Sie sind mir die liebsten, weil ich mich dann fühle und das Leben und nicht nur weiß sondern auch spüre, dass ich zum Glück auf der Welt bin!

    Herzliche Grüße,
    Daniela

    Antworten
  2. Birgit Terletzki sagte:

    Kruschteltage was für ein Wort. Ich muss sagen, nur deshalb bin ich auf diese Seite gekommen – die Neugierde hat gesiegt. Und als ich den Artikel so gelesen habe, habe ich glatt Lust auf einen Kruschteltag bekommen.
    Ich praktiziere das auch in regelmäßigen Abständen – aber nun noch lieber mit dem süßen Wort im Hinterkopf.
    Und die Idee mit dem Notizblock ist großartig. Denn genau das Phänomen habe ich auch schon beobachtet. Tagelang keine Ideen, festgebissen an einem Projekt mit den Gefühl nicht weiterzukommen und wenn man dann frustriert einen Kruschteltag einlegt – sprudeln sie nur so aus einem heraus. Danke liebe Ilse, für diesen schönen Artikel.

    P.S. Wie bist Du eigentlich auf diesen witzigen Begriff gekommen?

    Liebe Grüße
    Birgit

    Antworten
    • Ilse Maria Lechner sagte:

      Liebe Birgit,

      der Begriff, war das Ergebnis meines heutigen Kruschtel-Tages. Ich kannte den Begriff „kruschteln“ schon voher und wie ich da so stand, dachte ich mir: „Das ist wieder so ein Tag, wo du die ganze Zeit herumkruschtelst, ein richtiger Kruschteltag.“ – Und dann kam wieder das bekannte Phänomen zum Tragen: Ich hatte bereits vormittags einen großen Teil meiner To-do-Liste mit Leichtigkeit abgearbeitet und hatte Ideen für mehrere Blogartikel. Als ich die dann fertig geschrieben hatte, war es plötzlich 13.00 Uhr …

      Ich wünsche dir viel Spaß bei deinen nächsten Kruschtel-Tagen. Vielleicht liefern sie ja die Idee zum neuesten Buchprojekt ;-)

      Liebe Grüße
      Ilse

      Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Samstag habe ich ganz gemütlich lesend auf der Couch verbracht. – Herrlich entspannend. Und der Sonntag war ein richtiger Kruschteltag. – Wunderbar […]

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