Wöchentlich Gelassenheit – Prioritäten setzen

Prioritäten setzen

Manchmal schlagen die Wogen buchstäblich über dir zusammen? Du weißt dann gar nicht, wo du anfangen sollst?

  • Eine Präsentation soll fertig gemacht werden – morgen steht der Kunde vor der Tür.
  • Dein Kind kommt früher von der Schule nach Hause, weil eine Stunde ausfällt.
  • Das Auto streikt und muss zum Service.
  • Du brauchst aber morgen dein Auto, um zum Kundentermin zu fahren.
  • Die Werkstatt hat heute noch einen Termin, aber da sollst du mit dem Kind zum Zahnarzt.
  • Und die Wäsche gehört auch noch gewaschen.

Wenn genau das die Situation ist, wo du deine Ruhe verlierst, dann hilft dir vielleicht mein heutiger Impuls.

  1. Steig einen Schritt zurück
  2. Setze Prioritäten
  3. Setze Handungen

Steig einen Schritt zurück

Das hört sich zunächst simpel an. In der Hitze des Gefechtes ist das gar nicht immer einfach. Schließlich hast du viel zu tun und keine Zeit. Wie sollst du da Prioritäten setzen können. Du bist froh, wenn du alles, was zu erledigen ist irgendwie unterbringen kannst.

Wenn es dir so geht, wie mir früher, dann fängst du einfach mit irgendetwas an und hoffst, dass sich alles ausgeht. Möglicherweise merkst du mitten in der ersten Tätigkeit, dass das alles nicht zusammenpasst und wirfst deine Planung wieder um.

Ich empfehle dir: Steig einen Schritt zurück. Koch dir eine Tasse Tee oder Kaffee und setz dich in Ruhe hin.

Und jetzt überlege:

  • Was musst du selbst erledigen?
  • Was kannst du auslagern?
  • Was kannst du verschieben?
  • Was darf (für heute) ganz entfallen?

Damit setzt du Prioritäten

Im obigen Beispiel stellt sich für mich die Sache so dar:

  • Die Präsentation ist wichtig und die musst du auch selbst machen.
  • Für dein Kind kannst du notfalls eine andere Betreuung organisieren. Vielleicht kannst du es ja bei Freunden unterbringen.
  • Den Zahnarzttermin mit deinem Kind kannst du notfalls verschieben oder delegieren. Möglicherweise kannst du Oma oder Opa ersuchen, das zu übernehmen. (Ich weiß nicht jeder hat Großeltern verfügbar!) Oder dein Partner übernimmt das.
  • Beim Auto wird die Sache schon kniffliger. Ist es ein Schaden, der das Fahrzeug fahruntüchtig macht, oder kannst du noch damit fahren?
    Im ersten Fall wirst du den Termin in der Werkstatt wohl wahrnehmen, damit du dein Fahrzeug morgen zur Verfügung hast.
    Im zweiten Fall kannst du versuchen einen anderen Termin mit der Werkstatt zu vereinbaren.
  • Das Wäsche waschen kann nötigenfalls für die nächsten beiden Tage komplett entfallen. Die wenigsten Menschen leben so minimalistisch, dass sie nicht noch zwei Tage länger ohne die Klamotten in der Wäsche auskommen.

Prioritäten setzen entzerrt

Du siehst, jetzt ist alles schon klarer und du kannst etwas gelassener an die Sache herangehen.
Wirklich wichtig ist, dass dein Kind gut versorgt und untergebracht ist.
Danach kommt die Präsentation, da sie deinem Lebensunterhalt dient und Geld bringt.
Dann ist das Auto an der Reihe.
Arzttermine kannst du verschieben. Es sei denn es handelt sich um einen Schmerztermin.
Und die Alltagstätigkeiten wie Wäsche waschen dürfen getrost liegen bleiben. Die erledigst du, wenn zwischendurch noch Zeit bleibt.

Um deine Prioritäten zu setzen gibt es mehrere Techniken

Eisenhower Matrix

Hier teilst du die Tätigkeiten ein in dringend und nicht dringend, sowie wichtig und nicht wichtig.

Prioritäten setzen mit der Eisenhower Matrix

  1. Dinge, die wichtig und dringend sind, also im roten Bereich, erledigst du selbst und möglichst schnell.
  2. Alles, was dringend, aber weniger wichtig, also im orangen Bereich ist, kannst du delegieren.
  3. Dinge die sehr wichtig, aber weniger dringend, also im grünen Bereich sind, kannst du für später planen.
  4. Dinge die weder wichtig, noch dringend sind, kannst du meistens ausfallen lassen.

ALPEN Methode

ALPEN heißt soviel wie

Aufgaben notieren
Länge (Zeitaufwand schätzen)
Pufferzeiten einplanen (nur 60 % der täglichen Arbeitszeit verplanen, der Rest bleibt für Unvorhergesehenes frei)
Entscheidungen treffen
Nachkontrolle

ABC Analyse

A wichtige Aufgaben, die viel Umsatz bringen
B mittelwichtige Aufgaben, durchschnittliche Umsatzstärke und nicht sehr dringend
C weniger wichtig und Umsatzschwach

Setze Handlungen

Jetzt kannst du in Aktion treten und jetzt ist die Reihenfolge der Punkte auch klar. Du kannst ruhig und besonnen handeln.

Die Ruhe macht´s

Du siehst also, mit ein wenig Ruhe und Gelassenheit ist auch besonnenes Handeln möglich. Dann kommst du gut zum angestrebten Ziel, auch wenn unvorhergesehene Ereignisse deinen Tagesablauf durchkreuzen.

Und deine Situation?

Setz dich doch mal hin und probiere das gleich für eine Situation aus, die für dich ein Hindernis darstellt und dich belastet.

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Wie geht es dir jetzt?

Spürst du, wie sich die Unruhe ein wenig legt, du wieder Klarheit bekommst und dass du eine Strategie hast, wie du mit dieser Herausforderung umgehen kannst. Und deine aufgewühlten Gefühle? Haben sie sich auch beruhigt?

Vielleicht möchtest du ja im Anschluss an diese Übung noch eine kleine Atemübung oder eine kurze Meditation machen. Vielleicht wünscht du dir auch ein wenig Unterstützung auf deinem Weg zur Gelassenheit. Dann schreib mir doch einfach.

Lass uns gemeinsam gelassen werden!

Ilse Maria_Signatur

 

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Wöchentlich gelassen – Werde dir selbst gerecht

Werde dir selbst gerecht

Ja du hast richtig gelesen. Ich finde es ganz wichtig, dass du dir selbst gerecht wirst. Das wird dich ein gutes Stück gelassener sein lassen.

Mit der Gerechtigkeit ist das so eine Sache

Ein weiser Mensch hat einmal vor langer Zeit zu mir gesagt: „Gerecht zu sein, heißt nicht, allen das gleiche zu geben. Gerecht zu sein, bedeutet, jedem das zu geben, was er gerade braucht.“

Gerade Frauen neigen dazu allen und allem gerecht werden zu wollen: dem Partner, den Kindern, den Kollegen, dem Chef, dem Haushalt, dem Garten, den Freunden, den Eltern, … (Diese Liste lässt sich endlos lange fortsetzen.) Geht es dir auch so?

Dann vergisst du vielleicht dem wichtigsten Menschen in deinem Leben gerecht zu werden: Dir selbst!

Gerecht zu sein, bedeutet, jedem das zu geben, was er gerade braucht

Wie soll das gehen?

Wenn ich dich jetzt spontan frage, was du gerade brauchst, kannst du mir diese Frage beantworten? Nimmst du dir regelmäßig die Zeit, in dich hinein zu spüren und nachzudenken, was du gerade brauchst?

Wenn du diese Frage mit ja beantworten kannst, dann beglückwünsche ich dich. Du kannst dazu übergehen, dir selbst gerecht zu werden. Gönn dir das, was du brauchst. Nimm dir die Zeit, die Muße und den Raum. Jedem anderen würdest du ihn auch geben!

Ganz egal, ob es ein Spaziergang, oder eine ruhige Stunde zum Arbeiten ist. Nimm dich selbst genauso wichtig, wie alle anderen. Denn nur wenn du dir selbst gerecht wirst, kannst du auch den anderen langfristig gerecht werden.

Ich habe vor kurzem meinen Mann zum Flughafen gebracht. Wir werden uns jetzt wieder mehrere Wochen nicht sehen. Schon vorher hab ich mir überlegt, was ich brauche. Meine Antwort an mich selbst: Gesellschaft und kleine Auszeiten für mich.

Ich habe noch während mein Mann zu Hause war, einen Termin mit Freundinnen für den nächsten Tag vereinbart. Gerade die ersten beiden Tage fällt mir die Trennung schwer. Danach beginnt sich langsam wieder so etwas wie Routine einzustellen. Als ich vom Flughafen nach Hause kam war es bereits Abend. Ich habe mich kurz an meinen PC gesetzt, um noch etwas zu arbeiten, damit ich schnell wieder in meine Routinen komme. Danach habe ich mir ein ausgiebiges Wannenbad gegönnt. Ich habe buchstäblich alles andere liegen und stehen lassen.

Frei nach dem Motto von Scarlett O´Hara: „Morgen ist auch noch ein Tag!“

Ich wusste, diese Maßnahmen würden mir helfen. Bereits am nächsten Tag war ich auf mein Strohwitwendasein eingestellt.

Warum es dich gelassen macht, wenn du dir selbst gerecht wirst

  • Du übernimmst Verantwortung für dein Leben und weißt, dass du die Situation mit all ihren Nebenwirkungen selbst gewählt hast.
  • Du erkennst, dass du an deiner Situation etwas verändern kannst. Es liegt an dir, ob du dich von einer Situation herunterziehen lässt, oder ob du dein Leben in die Hand nimmst und das Beste draus machst. Du erfährst also Selbstwirksamkeit.
  • Diese Verantwortung verbunden mit der Selbstwirksamkeit führen zu Gelassenheit. Du weißt ja, dass du jeder Zeit etwas ändern kannst, wenn dir die Situation nicht mehr passt, oder zu viel wird. So kannst du dich den Herausforderungen gelassen stellen.

Auch ich hätte streng genommen mehrere Möglichkeiten.

  • Wäre mir die Trennung von meinem Mann so unangenehm, dass ich damit nicht mehr umgehen kann, dann könnte ich meine Koffer packen und zu ihm ziehen. Ich müsste dafür meine Kinder hier allein lassen und mein Business aufgeben. Das kommt für mich nicht in Frage. Ich würde mir selbst damit nicht gerecht. Also halte ich die Stellung .
  • Wir hätten mitsamt den Kindern übersiedeln können. Das kam für die Kinder nicht in Frage.
  • Mein Mann könnte eine Tätigkeit, die ihn sehr zufrieden macht und ausfüllt, zugunsten eines Routinejobs aufgeben. Ich bin der Meinung, dass jeder das tun soll, was ihn glücklich macht. Bei dieser Lösung würde mein Mann sich selbst nicht gerecht werden.
  • Genau darum haben wir uns entschlossen, das Beste aus den Trennungszeiten zu machen und die gemeinsamen Zeiten intensiv zu genießen. Jeder wird sich selbst gerecht und dadurch auch allen anderen. Nur so können auch alle gemeinsam nach einer Lösung suchen, die alle zufrieden stellt.

So können wir die Trennungen gelassen ertragen, denn wir haben die Lösung ja selbst gewählt. Jeder für sich. Die Gründe waren unterschiedlich. Wir haben also keinen Grund rumzujammern oder uns zu beschweren.
Heißt das jetzt, dass es immer leicht ist? Nein! Gibt es nie Tage, an denen wir uns den anderen an der Seite wünschen? Die gibt es definitiv!
Und doch kann ich hinter dieser Entscheidung stehen und würde sie wieder so treffen. Ich habe sie nicht getroffen, um jemand anderen zu gefallen oder ihm etwas Gutes zu tun. Ich habe sie aus freien Stücken getroffen und lebe jetzt mit den Konsequenzen.

Die Gratwanderung

Die Gratwanderung besteht oft darin, die verschiedenen Positionen unter einen Hut zu bringen. Das scheint manchmal aussichtlos. Aus langjähriger Erfahrung kann ich dir versichern, es gibt immer eine Lösung. Manchmal liegt sie jedoch so weit außerhalb der normierten Rahmen, dass du sie nicht gleich siehst.

Ich zum Beispiel bin nicht mit meinem Man gegangen. Da unsere Kinder schon groß sind erlaube ich mir längere Aufenthalte bei meinem Mann. Wir haben das so geregelt, dass ich dort auch arbeiten kann. Diese Zeiten sind für mich perfekt. Die beste Mischung zwischen Arbeit und Urlaub. Ich arbeite vormittags ganz intensiv und ab dem späten Nachmittag gehört die Zeit meinem Mann und mir. Ich arbeite übrigens daran, die Lösung zu optimieren. Unsere Tochter maturiert im Juni und wer weiß, wie sich die Dinge dann entwickeln.

Wirst du dir selbst gerecht?

Wenn du vor einer Entscheidung stehst würde ich dir gerne zurufen: „Werde dir selbst gerecht!
Denk mal darüber nach, wie oft du Entscheidungen triffst, weil du jemand anderem gefallen willst, oder glaubst, etwas tun zu müssen. Wenn du das machst, wirst du die Herausforderungen, vor die du durch diese Entscheidung gestellt wirst, nur schwer annehmen können. Möglicherweise regt sich innerer Widerstand. Vielleicht fragst du dich: Warum soll ich da jetzt ausbaden?

Ich möchte dich ermutigen, bei jeder Entscheidung, die du triffst, darüber nachzudenken, ob du dir damit auch selbst gerecht wirst. Wenn du nur irgendeinen Zweifel hast, dann lass es und suche eine andere Lösung. Du wirst sie finden.

Stell dir dazu im Vorfeld folgende Fragen:

  • Wie wird sich diese Entscheidung auf mein Leben auswirken?
  • Kann ich mit den Konsequenzen und Herausforderungen leben?
  • Wenn ich vollkommen allein und unabhängig wäre, wie würde ich dann entscheiden?
    (Mit dieser Frage findest du heraus, ob du diese Entscheidung nicht doch für jemand anderen triffst.)
  • Gibt es eine Variante, die für mich besser ist?
  • Was ist meine Mindestanforderung, mit der ich leben kann?
  • Was kann ich tun, um mir die Konsequenzen zu erleichtern?
  • Wie gestalte ich die Situation, dass es mir gut geht?

Das sind nur einige Impulsfragen. Ich bin sicher, dir fallen noch mehr ein, die ganz konkret auf deine Situation passen.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, dir selbst gerecht zu werden.

Und noch etwas: Bleib gelassen!

Ilse Maria_Signatur

 

 

 

P.S.: Eine wunderschöne Ergänzung zu meinen Gedanken findest du bei Birgit Geistbeck „Du machst das nur, um mich zu ärgern!“

 

 

 

 

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Wöchentlich Gelassenheit!

Wöchentlich Gelassenheit! - Keine Vorsätze

Ende des Jahres hatte ich familiär und gesundheitlich eine turbulente Zeit. Früher hätte ich bei dieser Belastung ganz schön am Rad gedreht. Diesmal war es anstrengend und trotzdem anders. Ich konnte gelassen bleiben!

Ich habe meine Prioritäten neu gereiht, nicht unbedingt Notwendiges gestrichen, um Unterstützung ersucht, mit alle nötigen Informationen mit Hilfe meines Netzwerkes zusammengesucht und mir die Zeit genommen, die ich brauchte, um mit allem umzugehen. (Kurz Zusammenfassung: Beide Eltern hatten einen Tropenvirus, mein Vater ein OP an der Wirbelsäule und ich hatte eine Biopsie.) Die gute Nachricht: Alles ist gut ausgegangen!

Ich bin überzeugt, dass vor allem bei mir selbst, meine Gelassenheit dazu beigetragen hat.

Durch dieses Erlebnis hatte ich die Idee im Jahr 2016 eine wöchentliche Blogartikelserie zum Thema Gelassenheit zu machen: Wöchentlich Gelassenheit!
Ich mag Wortspiele und daher bietet sich dieser Titel an.Ich werde jede Woche am Freitag einen Artikel dieser Serie veröffentlichen und du bekommst damit deine wöchtenliche Portion Gelassenheit. Am Freitag deshalb, weil das Wochenende bevorsteht und du so gelassen und ausgeglichen ins Wochenende starten kannst.

Ich möchte mit dieser Serie kleine Impulse auf dem Weg zu deiner inneren und äußeren Gelassenheit setzen. Auch ich war nicht immer ausgeglichen und gelassen. Ich war sogar ein ziemlich verrücktes und nervöses Huhn. Verrückt bin ich heute immer noch ein wenig. Im besten Sinne des Wortes ver-rückt – wie Pippi Langstrumpf :-)

Mittlerweile bekomme ich immer wieder das Feed-back, dass ich eine große Ruhe ausstrahle. Dennoch bin ich eine Meisterin, die übt. Möglicherweise hast du Lust mich auf diesem Weg zu begleiten.

Was bringt dir „Wöchentlich Gelassenheit!“?

  • Du bekommst wöchentlich einen Tipp, den du sofort umsetzen kannst
  • Du nimmst dir die Zeit, neue Gewohnheiten zu etablieren
  • Du bleibst am Ball
  • Du wirst immer wieder erinnert und erhältst neue Impulse

Üben wir uns gemeinsam gelassen zu sein.

Bevor ich dir den ersten Impuls gebe, findest du hier noch ein paar Tipps:

  1. Sei offen und neugierig! Probiere die Impulse und Tipps einfach aus, auch wenn du im ersten Moment vielleicht glaubst: „Das ist nicht mein Ding!“ Wage einen Versuch und entscheide dann. Im schlimmsten Fall, hast du einen Fehlversuch gemacht. Im besten Fall stellst du fest, dass du diesen Impuls magst und du gute Ergebnisse erzielst.
  2. Schaffe dir Routinen! Wenn du etwas Neues in dein Leben integrieren willst, dann fällt dir das leichter, wenn du die neue Angewohnheit mit einer bereits bestehenden verknüpfst. Du könntest dir z. B. vornehmen, dass du immer am Freitag (das ist der Erscheinungstermin des wöchentlichen Artikels) am Abend den Impuls ausprobierst.
  3. Nimm es leicht und sei dir bewusst, dass nicht von einem Tag auf den anderen Gelassenheit gewinnst. Das ist ein Prozess, der auch manchmal mit Rückschlägen verbunden ist. Geh liebevoll mit dir um.
  4. Spaß darf dabei sein! Manche der Impulse scheinen dir vielleicht ungewöhnlich. Das macht nichts. Schmunzle darüber und mach sie trotzdem.
    Du entscheidest, was du mitmachst.

Mein erster Impuls – Keine Vorsätze!

Das habe ich mir für 2016 vorgenommen. Früher habe ich nicht nur Pläne für das neue Jahr gemacht, ich habe mir auch immer gute Vorsätze gefasst. Einige davon habe ich umgesetzt, andere nicht.

Ab heuer fasse ich keine Vorsätze mehr. Das hat mehrere Gründe:

Wenn dir etwas wirklich wichtig ist, mache es gleich

Warum willst du mit einer Veränderung warten, wenn sie dir wirklich wichtig ist? Etwa, weil du dir von einem magischen Datum Unterstützung erwartest?

Ich habe mich im Sommer 2015 wieder in ein Fitness-Center eingeschrieben. Ich liebe es, mein Training mit einer anschließenden Saunaeinheit zu verknüpfen und dazu bietet mir das Fitness-Center die Möglichkeit. Diese Verknüpfung führt auch dazu, dass ich voll motiviert mein anstrengendes Work-out mache.

Am 27.12. habe ich begonnen meine Ernährung komplett umzustellen. Ich verzichte vorerst auf Fleisch und Zucker. Möglicherweise lebe ich irgendwann einmal vegan. Ich mache das nicht zur Ersatzreligion. Ich tue es, weil ich merke, dass mein Körper auf zu viel Zucker mit allerlei Wehwehchen reagiert. Wieso hätte ich auf den 1.1.2016 warten sollen?

Dein Vorteil – Du fokussierst dich

Wenn du dir gute Vorsätze für ein bestimmtes Datum vornimmst, dann machst du meistens zu viele Vorsätze auf einmal und es gelingt dir nicht all die neuen Gewohnheiten auf einmal umzusetzen. Wenn du alles, genau dann verwirklichst, wenn es dir gerade wichtig ist, dann teilt es sich auf. Außerdem kannst du dich gut auf dieses eine Ziel fokussieren.

Vorsätze setzen unter Druck

Mich setzen Vorsätze unter Druck. Ich plane dann nicht nur kleine Schritte, sondern gleich das große Ziel – und das möglichst perfekt. Kennst du das? Ich plane dann also nicht, meine Ernährung kontinuierlich umzustellen. Ich plane dann gleich von einem Tag auf den anderen vegetarisch zu leben. Das gelingt mir natürlich nicht, weil mir die Erfahrung fehlt, mein Rezeptpool noch nicht groß genug ist, ich nicht automatisch weiß, welche Produkte ich einkaufen werde …

Dieser Perfektionismus setzt unter Druck. Viel leichter fällt es mir kontinuierlich kleine Schritte zu unternehmen. Der Weg ist das Ziel! Egal ob es um das Entrümpeln eines Zimmers, die Umgestaltung einer Webseite oder eine neues Angebot geht.

Dein Vorteil bei den kleinen Schritten

Du hast genauso kontinuierlich, wie du deine Schritte setzt, kleine Erfolgserlebnisse. Diese Erfolgserlebnisse machen Mut und helfen dir dran zu bleiben.

Ich habe also ab 27.12. Fleisch und Zucker gestrichen. Mit einer Ausnahme: Jeden Tag darf ich 3 der bereits gebackenen Kekse gleich nach dem Mittagessen essen. Somit schleiche ich den Zucker aus. Und wenn es keine Kekse mehr gibt, dann ist auch diese Zuckerquelle versiegt. (Der Verzicht auf Fleisch fällt mir leicht.)

Wie ist das bei dir? Hast du dir für dieses Jahr Vorsätze gemacht? Oder setzt du deine Ideen gleich um?

Deine Erfahrungen interessieren mich. Teile sie doch in den Kommentaren mit meinen Leserinnen und mit mir.

Und ganz wichtig: Bleib gelassen!

Ilse Maria_Signatur

 

 

 

 

P.S.: Hier findest du auch noch ein gutes Interview zum Thema Gelassenheit.

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